Wie geht es den Schulleitungen in Deutschland? Eine aktuelle Studie zeigt, dass 77,6 % der befragten Schulleitungen sich intensiv mit Schul-Daten auseinandersetzen. Darüber hinaus reflektieren 58,6 % die Qualität ihrer Arbeit auf Basis dieser Daten. Dies sind Ergebnisse des „Schulleitungsmonitor Deutschland“, der unter der Federführung von Professor Marcus Pietsch von der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wurde. Diese Studie verdeutlicht, dass die datengestützte Schulentwicklung in Deutschland fest verankert ist, jedoch mehr Kompetenzen, Zeit und Unterstützung für deren Umsetzung benötigt werden.
Die Umfrage zeigt auch, dass 70,3 % der Schulleitungen eine klare Vorstellung davon haben, wie Daten in ihrer Schule verwendet werden sollen. Trotz dieser positiven Ansätze äußern 86 % der Befragten, dass sie zu wenig Zeit für tägliche Aufgaben haben. Diese hohe Arbeitsbelastung führt dazu, dass 49,2 % der Schulleitungen ihre Aufgaben trotz vollem Einsatz nur unzureichend erfüllen können. Die allgemeine Zufriedenheit ist jedoch bemerkenswert: 81,6 % der Schulleitungen haben Freude an ihrer Arbeit, 78,4 % fühlen sich in ihrer Tätigkeit aufgegangen.
Fortführung der Studie
Der „Schulleitungsmonitor Deutschland“ wird 2024 fortgeführt, wie die Bildungsspiegel berichtet. Dieses Mal wird die Studie von der Wübben Stiftung Bildung in Kooperation mit mehreren Hochschulen durchgeführt, darunter die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie die Universität Tübingen und die Pädagogische Hochschule Vorarlberg. Die nächste Erhebung ist für den Herbst 2025 geplant, die Ergebnisse sollen im Sommer 2026 veröffentlicht werden.
Ziel der Fortführung ist es, die Arbeitssituation und Handlungsweisen der Schulleitungen weiter zu erfassen. Besonders im Fokus stehen hierbei die Herausforderungen, die die Schulleitungen bewältigen müssen, sowie deren Verhältnis zur Bildungsadministration. Zudem soll eine erweiterte Stichprobe von Schulleitungen aus Brennpunktschulen einbezogen werden, um die Attraktivität der Aufgaben sowie die besonderen Situationen an diesen Schulen zu beleuchten.
Ein Blick nach vorne
Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.250 Schulleitern an allgemeinbildenden Schulen. Die Erhebung wird durch das unabhängige Institut forsa mittels Online-Befragungen durchgeführt und verantwortet durch das impaktlab, die wissenschaftliche Einheit der Wübben Stiftung Bildung. Die Wübben Stiftung Bildung, gegründet 2013 mit Sitz in Düsseldorf, verfolgt die Vision, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gerechte Bildungschancen zu ermöglichen.
Mit diesen Erkenntnissen aus der Umfrage wird deutlich, dass die Schulleitungen nicht nur intensiv mit Daten arbeiten, sondern auch Unterstützung benötigen, um langfristig ihre Aufgaben erfolgreich erfüllen zu können. Das Fundament für eine nachhaltige Schulentwicklung ist gelegt – jetzt kommt es darauf an, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen!