Wintersemester 2026/2027 an der JGU: Psychologie bleibt am stärksten gefragt
Am Montag, 19. Oktober 2026, beginnt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) das Wintersemester 2026/2027. Rund 29.500 Studierende werden erwartet, darunter etwa 3.300 Menschen, die erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufnehmen. Die Zahlen sind vorläufig, denn die Einschreibungen laufen noch.
Für viele startet damit nicht nur ein neues Semester, sondern ein ziemlich großer neuer Alltag: Stundenpläne, Bibliothek, Mensa, die ersten Prüfungsfragen – und wahrscheinlich die eine oder andere Suche nach dem richtigen Gebäude. Die JGU bietet dafür insgesamt 278 Studiengänge an.
Psychologie besonders gefragt
Zum Angebot gehören 120 grundständige Studiengänge, 138 Masterstudiengänge, 14 weiterbildende Studiengänge und sechs Aufbaustudiengänge. In 52 Studiengängen gibt es Zulassungsbeschränkungen, darunter Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Die Mehrheit der Studiengänge ist zulassungsfrei.
Im grundständigen Bereich war der Bachelor Psychologie mit örtlicher Zulassungsbeschränkung am stärksten nachgefragt: Auf einen Studienplatz kamen 18 Bewerbungen. Auch Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie stießen auf großes Interesse. Die Plätze dieser Staatsexamensstudiengänge werden bundesweit über die Stiftung für Hochschulzulassung vergeben.
Bei den Masterstudiengängen lag „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ mit 47 Bewerbungen je Studienplatz vorn. Danach folgten „Psychologie – Kindheit und Jugend“ mit 19 sowie „Rechtspsychologie“ mit 16 Bewerbungen pro Platz.
Geografie, Erziehungswissenschaft und Englisch vorn
Unter den zulassungsfreien Ein-Fach-Bachelorstudiengängen gab es im ersten Fachsemester die meisten Einschreibungen in Geografie mit 106, Informatik mit 99 und Chemie mit 98. Bei den zulassungsfreien Zwei-Fach-Bachelorstudiengängen führten Erziehungswissenschaft mit 217 und Philosophie mit 146 Einschreibungen.
Im Lehramtsbachelor waren Englisch mit 204 und Deutsch mit 147 Studierenden besonders stark vertreten. Bei den zulassungsfreien Masterstudiengängen standen Erziehungswissenschaft mit 76 Einschreibungen, Translation mit 56 und „Quantitative Decision Making in Economics and Management“ mit 39 an der Spitze. In den zulassungsfreien Lehramts-Masterstudiengängen lagen Deutsch mit 86 und Englisch mit 60 Einschreibungen vorn.
JGU veröffentlicht jährlichen Zahlenspiegel
Wer die Entwicklung der Universität genauer verfolgen will, findet bei der JGU einen jährlich erscheinenden „Zahlenspiegel“. Die datengestützte Übersicht enthält aktuelle, stichtagsbezogene Daten zu Studierenden, Prüfungen, Personal, Hochschulfinanzen, Wissenschaft und Forschung, Internationalisierung sowie zur Universitätsbibliothek.
Verfügbar sind der Zahlenspiegel 2024, der Zahlenspiegel 2023/2024, der Zahlenspiegel 2023, der Zahlenspiegel 2022/2023, der Zahlenspiegel 2022, der Zahlenspiegel 2021, der Zahlenspiegel 2020, der Zahlenspiegel 2019 und der Zahlenspiegel 2018. Dazu kommen der Zahlenspiegel 2017, die Ausgaben von 2016 bis 2009 sowie statistische Anhänge von 2008 bis 2002. Früher trugen die Veröffentlichungen die Bezeichnung „Statistischer Anhang zum Bericht des Präsidenten“.
Bei den Drittmittelzahlen für 2017 wurde eine Datenkorrektur vorgenommen. Betroffen waren die JGU insgesamt sowie die Fachbereiche 08 und 09. Ursache war ein Fehler bei der Datenaufbereitung; die Summen der Drittmittelausgaben wurden aktualisiert. Die Anpassung im Data Warehouse und in den Standardberichten erfolgte am 24. Juni 2019. Bereits veröffentlichte Berichte erhielten einen Hinweis und wurden, soweit möglich, mit den korrigierten Zahlen überarbeitet.
Die Seite wurde zuletzt am 9. September 2026 aktualisiert. Zuständig ist die Abteilung JGU Berichtswesen (HE 5), erreichbar unter jgu-berichtswesen@uni-mainz.de.
Was spätere Zahlen über Studienerfolg zeigen können
Die Zahl der Einschreibungen sagt zunächst, wie viele Menschen ein Studium aufnehmen. Ob sie es auch erfolgreich beenden, wird in der Studienverlaufsstatistik betrachtet. Sie enthält unter anderem Abschlussquoten. Diese geben den Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester an, die ein Bachelorstudium innerhalb von acht Semestern oder ein Masterstudium innerhalb von sechs Semestern nach Studienbeginn erfolgreich abschließen.
Eingeführt wurde die Studienverlaufsstatistik erst 2017. Deshalb liegen noch nicht genügend Berichtszeiträume vor, um Abschlussquoten für Staatsexamensstudiengänge zu berechnen. Geplant sind sowohl entsprechende Quoten für Staatsexamensstudiengänge als auch längere Beobachtungszeiträume für Bachelor- und Masterstudiengänge.
Vor der Studienverlaufsstatistik veröffentlichte das Statistische Bundesamt sogenannte Erfolgsquoten. Dafür wurden Aggregatdaten der Prüfungsstatistik zu Absolventinnen und Absolventen nach dem Merkmal „Jahr der Ersteinschreibung“ mit Aggregatdaten der Studierendenstatistik zu Studienanfängerinnen und Studienanfängern zusammengeführt. Die Erfolgsquoten zeigten den Anteil der erfolgreichen Studierenden. Weil die Berechnung auf Aggregatdaten beruhte, waren allerdings nur hochaggregierte Ergebnisse möglich.
Als Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher gelten ehemalige Studierende, die ihr Erststudium ohne Hochschulabschluss beendet haben. Das aktuelle Datenangebot der Hochschulstatistik umfasst bislang vor allem Kennzahlen zum Studienerfolg. Im Statistischen Bericht und in der Datenbank GENESIS-Online stehen Erfolgsquoten zur Verfügung, die den Anteil der Studierenden mit einem ersten Hochschulabschluss ausweisen.
Durch den Einbezug des Merkmals „Jahr der Ersteinschreibung“ lassen sich über einen Vergleich der Summen von Studienanfängerinnen und Studienanfängern sowie Absolventinnen und Absolventen hochaggregierte Aussagen zum Studienerfolg treffen. Die neue Studienverlaufsstatistik soll künftig fachlich und regional differenziertere Angaben ermöglichen und Studienabbruchquoten auf Basis amtlicher Mikrodaten berechenbar machen. Eine bereits verfügbare alternative Datenquelle zu Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern ist die Absolventenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW GmbH).
