In der dynamischen Welt des Bank- und Kapitalmarktrechts ist die Digitalisierung längst kein Zukunftsthema mehr – sie hat unseren Alltag maßgeblich durchdrungen. Neu im Team des Instituts für das Recht der Digitalisierung (IRDi) am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Marburg ist Dr. Aurelia Birne, die seit diesem Semester als Gastprofessorin tätig ist. Ihr fünf Semester dauerndes Engagement verspricht frischen Wind und wertvolle Einblicke in die aktuellen rechtlichen Fragestellungen, die sich im Kontext der digitalen Finanzwelt ergeben.
Dr. Birne wird insbesondere im Team von Prof. Dr. Sebastian Omlor arbeiten und ihre Expertise in einem Bereich einsetzen, der durch moderne Zahlungsmethoden wie PayPal und Klarna geprägt ist. Diese neuen Technologien sind nicht nur für Verbraucher interessant, sondern bringen auch eine Reihe von rechtlichen Herausforderungen mit sich, die es zu beleuchten gilt. Diese Herausforderungen betreffen insbesondere die rechtliche Einordnung von FinTechs und den Einsatz von Kryptowährungen und elektronischen Wertpapieren. Birne betont, wie wichtig es ist, den Studierenden die Angst vor dem komplexen Themenfeld des Rechts der Digitalisierung zu nehmen. Trotz aller Neuerungen bleiben die rechtlichen Grundlagen weitgehend stabil, sodass sich die Studierenden sicher fühlen können, während sie sich mit diesen innovativen Entwicklungen auseinandersetzen.
Schwerpunkte der Lehre und Forschung
Ein zentraler Punkt in Birnes Lehre ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Rechtswissenschaft. Innerhalb der Schlüsselqualifikation „KI in juristischer Ausbildung und juristischer Tätigkeit“ vermittelt sie ihren Studierenden wichtige Kompetenzen im Umgang mit juristischen und nicht-juristischen KI-Lösungen. Ihre Forschung behandelt spannende Themen wie den digitalen Bank- und Kapitalmarkt sowie die rechtlichen Dimensionen innovativer Bezahlmethoden und der Einführung einer digitalen Euro-Version. Auch der Einsatz von KI-Agenten in Zahlungsinfrastrukturen ist ein Thema, das sie vertieft.
Im Rahmen ihrer Professur plant Dr. Birne, die interdisziplinären Kooperationen des Instituts zu stärken und Drittmittel einzuwerben, um innovative Projekte voranzutreiben. Diese Ambitionen sind nicht unbegründet: Ihre Promotion befasste sich bereits intensiv mit der Schnittstelle zwischen Blockchain und Recht, und zurzeit arbeitet sie parallel an ihrer Habilitation. Auch Prof. Dr. Sebastian Omlor hebt die Bedeutung von Birnes Gastprofessur für die Universität hervor und sieht großes Potenzial in den interdisziplinären Ansätzen.
Mit der Expertise von Dr. Aurelia Birne am Institut für das Recht der Digitalisierung wird deutlich, dass die Verbindung von Recht und Digitalisierung nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance für die nächsten Generationen von Juristinnen und Juristen darstellt. Es bleibt also spannend, welche neuen Erkenntnisse und Impulse aus ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit resultieren werden.
Für Interessierte an vertiefenden Informationen zu Birnes Arbeiten und zu den neuesten Entwicklungen im Bereich des digitalen Rechts empfehlen wir einen Blick auf die Seite der ESV: ESV.