Forschung im Fokus: UCT Science Day begeistert mit 300 Teilnehmern in Marburg!
Der 13. UCT Science Day, der am 16. Juni 2026 im Erwin-Piscator-Haus in Marburg stattfand, hat erneut das Engagement und die Innovationskraft der jungen Wissenschaftler in der translationalen Krebsforschung ins Rampenlicht gerückt. Über 300 Teilnehmende, darunter Studierende, Promovierende sowie forschende Ärztinnen und Ärzte, kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Kooperationen zu knüpfen. In einer Zeit, in der die medizinische Forschung immer mehr an Bedeutung gewinnt, wurde hier eine wertvolle Plattform für den interdisziplinären Dialog geschaffen. Laut der Universität Marburg war die Veranstaltung eine gemeinsame Initiative des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg.
Das Organisatoren-Team hatte ein spannendes Programm auf die Beine gestellt, das 12 wissenschaftliche Vorträge, 20 Kurzvorträge und 127 Poster präsentierte. Prof. Dr. Elke Pogge von Strandmann, eine der zentralen Figuren der Veranstaltung, hob die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Nachwuchsforschung hervor. Die Keynote Lecture hielt Prof. Dr. Marion Subklewe von der Ludwig-Maximilians-Universität München. In ihrem Vortrag thematisierte sie Aspekte der „Translational Cancer Immunology“, ein Bereich, der in der heutigen Forschung hoch im Kurs steht.
Auszeichnungen für herausragende Beiträge
Der Science Day zeichnete auch die besten wissenschaftlichen Beiträge aus. Die Best Poster Awards gingen an:
- Celina Meena (Philipps-Universität Marburg) für ihr Poster über „Deciphering the tumor-promoting activity of the NKG2D/NKG2D-ligand system in ovarian cancer“.
- Zara Michels (Justus-Liebig-Universität Gießen) für „Functional characterization of PLK1 as a druggable mediator of molecular heterogeneity in retroperitoneal liposarcoma“.
Den Best Talk Award konnte Patrick Wisser (Georg-Speyer-Haus Frankfurt) für seine Präsentation über „Patient-specific CAR T cell barriers in colorectal cancer identified by phenotypic screening of tumor organoids“ gewinnen.
Die Veranstaltung fand Unterstützung durch verschiedene Institutionen, darunter die José Carreras Leukämie-Stiftung, die Von Behring-Röntgen-Stiftung sowie die Deutsche Krebshilfe. Dies unterstreicht die breite Kooperation im Bereich der Krebsforschung. Der nächste UCT Science Day ist für den Sommer 2027 in Frankfurt geplant.
Forschungsszenario in Deutschland
Im Kontext der translationalen Krebsforschung ist das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) von zentraler Bedeutung, das seit seiner Gründung im Jahr 2012 wesentliche Fortschritte in der Krebsforschung fördert. Das DKTK, als eine der Initiativen der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung, zielt darauf ab, Erkenntnisse der Grundlagenforschung schneller in die klinische Praxis zu überführen. Diese enge Verzahnung zwischen Forschung und Anwendung ist entscheidend für Fortschritte in Prävention, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen. Das DKTK verbindet über 20 onkologisch ausgewiesene Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken und sorgt dafür, dass viele innovative Ideen auch tatsächlich bei den Patient:innen ankommen, wie auf der DKFZ-Website nachzulesen ist.
Insgesamt ist der UCT Science Day ein wichtiger Beitrag zur Schaffung eines Netzwerkes für junge Forscher und ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Herausforderungen in der Krebsforschung gemeinsam zu begegnen.
