Wer zwischen 12 und 16 Jahre alt ist und wissen möchte, was hinter ChatGPT, Objekterkennung und maschinellem Lernen steckt, bekommt in Nordrhein-Westfalen bald reichlich Gelegenheit dazu: Die „AI & Data Academy“ (ADA) veranstaltet KI-Days in Unternehmen und Organisationen. Jugendliche können dort selbst ausprobieren, wie Künstliche Intelligenz lernt, welche Systeme wie ChatGPT und Claude verstehen und wie KI den Alltag sowie die Arbeitswelt verändert.

Der Auftakt findet am 27. Oktober 2026 von 10 bis 16 Uhr bei der Westfalen AG statt. Der Eintritt ist kostenlos, Vorkenntnisse braucht niemand. Auch Verpflegung wird bereitgestellt – ein nicht ganz unwichtiges Detail, wenn ein Workshop-Tag bis zum Nachmittag dauert.

Ausprobieren statt nur zuschauen

In praktischen Workshops trainieren die Teilnehmenden Modelle zur Objekterkennung und probieren Funktionsweisen maschinellen Lernens aus. Außerdem lernen sie die Grundlagen von Chatbots wie ChatGPT kennen und können aktuelle Anwendungsmöglichkeiten selbst testen. Die gastgebenden Unternehmen und Organisationen öffnen dafür ihre Türen und zeigen, wie sie KI bereits einsetzen und welche Anwendungen sie entwickeln.

Auf dem Programm stehen auch Nachhaltigkeit und Ethik bei der Entwicklung und Nutzung von KI. Weitere angekündigte Termine sind der 30. Oktober 2026 bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster und der 7. November 2026 bei der Codecentric AG. Weitere Termine – darunter Veranstaltungen in den Schulferien – sollen folgen.

Mitmachen ist an einem, mehreren oder allen KI-Days möglich. Die Betreuung übernehmen das ADA-Projektteam des Instituts für Geoinformatik der Universität Münster sowie die Geoinformatik-Start-ups „re:edu“ und „openSenseLab“. Informationen und Anmeldung gibt es unter www.ai-data.academy/ki-days.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mehr als ein Werkzeugkasten

Zur KI-Kompetenz gehört allerdings mehr, als einen cleveren Prompt einzutippen. Ein sinnvoller Zugang beginnt damit, Grundlagen und Funktionsweisen Künstlicher Intelligenz zu verstehen und ihre Möglichkeiten und Grenzen einzuordnen. Danach geht es ums Anwenden: Ideen entwickeln, konkrete Lösungen finden und verständliche, zielführende Prompts formulieren.

Ebenso wichtig ist das Prüfen. KI-Ergebnisse können plausibel klingen und trotzdem Fehler enthalten. Jugendliche sollten deshalb Qualität und Verlässlichkeit hinterfragen, Halluzinationen erkennen und Informationen nicht ungeprüft übernehmen.

Datenschutz, Sicherheit, Urheberrecht, ethische Fragen und persönliche Verantwortung gehören zur verantwortungsvollen Nutzung dazu. Zugleich verändert KI Medien, Bildung, Beruf und Alltag; Fragen zu Medienkompetenz, Desinformation und Demokratie hängen damit unmittelbar zusammen.

Die KI-Zukunftsakademie beschreibt sechs miteinander verbundene Kompetenzen: KI verstehen, anwenden, prüfen, verantwortungsvoll nutzen, gesellschaftlich einordnen und mitgestalten. Das lässt sich auf Schule und Bildung, Familie, Beruf, Alltag und Gesellschaft übertragen. Jugendliche sollen KI also nicht bloß bedienen, sondern eigene Ideen entwickeln und die digitale Zukunft reflektiert und selbstbestimmt mitprägen.

Die „AI & Data Academy“ wird im Rahmen des Pakts für Informatik 2.0 aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert. Für den ersten Termin bei der Westfalen AG am 27. Oktober 2026 heißt es damit: Türen auf, Rechner an – und ruhig auch mal nachfragen, wenn etwas komisch klingt.