Auf der Baustelle der Universität Paderborn am Mersinweg ist am Dienstagvormittag ein Bauarbeiter schwer verletzt worden. Der Mann stürzte gegen 10:40 Uhr im Erweiterungsgebäude Z2 aus dem ersten Obergeschoss ins Erdgeschoss – genauer gesagt in einen Schacht. Warum es dazu kam, ist noch unklar.

Der Notruf ging um 10:46 Uhr ein. Gegen 10:45 Uhr waren Feuerwehr und Polizei zur Baustelle gerufen worden; die Leitstelle des Kreises alarmierte die Feuerwehr Paderborn unter dem Stichwort „Hilfe 5“, das für Personen in Höhen und Tiefen vorgesehen ist. Zunächst war von einem Sturz über mehrere Stockwerke die Rede. Deshalb rückten die Feuer- und Rettungswache Süd, Höhenretter und Rettungsdienst aus.

Einsatz nahe dem Institut für Leichtbau

Die Einsatzstelle lag in der Nähe des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte den Verletzten stabil vor. Der Rettungsdienst konnte ihn sofort versorgen – trotz des heftigen Unfalls, bei dem der Mann ein Stockwerk tief gefallen war.

Beim Transport unterstützte die Feuerwehr. Für die Höhenretter und die Besatzung der Drehleiter war der Einsatz anschließend beendet. Nach der Erstversorgung brachten die Rettungskräfte den Bauarbeiter in ein Krankenhaus.

Polizei untersucht Unfallhergang

Wie es auf der Baustelle zu dem Sturz kam, ermittelt die Polizei. Sie informierte außerdem das Amt für Arbeitsschutz. Weitere Einzelheiten zur Unfallursache waren zunächst nicht bekannt.

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Der Unfall ereignete sich am Dienstag, 6. Oktober 2026, an einem Neubau der Universität Paderborn, dem neuen Z2-Gebäude. Einen Tag später, am 7. Oktober 2026, war der Einsatz weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Arbeitsunfälle auf Baustellen bleiben ein Risiko

Die Zahlen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zeigen, wie präsent die Gefahr im Baugewerbe ist: 2024 sank die Zahl der Arbeitsunfälle in der Baubranche und bei baunahen Dienstleistungen zwar um 4,5 Prozent auf 91.813 Fälle. Gleichzeitig stieg die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle um zwei auf 78.

Unfalluntersuchungen und die Auswertung von Unfalldaten sollen sichtbar machen, welche Risikofaktoren immer wieder eine Rolle spielen. Die BG BAU nutzt diese Erkenntnisse für gezielte Schulungs- und Informationsangebote – damit aus einem kurzen Moment auf einer Baustelle nicht noch Schlimmeres entsteht.