In der dynamischen Welt der Produktentwicklung setzen die Universität Paderborn und das Karlsruher Institut für Technologie ihre Zusammenarbeit im Forschungsprojekt „ZuPro II“ fort. Dieses Projekt wird unter der Ägide des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn sowie des Instituts für Produktentwicklung (IPEK) am KIT betrieben. Ziel ist es, die Vernetzung von Zielen und Randbedingungen über verschiedene Planungsebenen und Produktgenerationen in Produktportfolios zu untersuchen. Hierbei werden praxisrelevante Herausforderungen in der Produktentwicklung adressiert, die sich aus den rasanten Veränderungen in Märkten und Technologien ergeben.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt „ZuPro II“ mit rund 500.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren. In der Forschung stehen zwei Hauptschwerpunkte im Fokus. Der erste beschäftigt sich mit der Planung von Produktportfolios über mehrere Produktgenerationen, wo stabile und dynamische Ziele sowie die Unterschiede zwischen den Generationen analysiert werden. Im zweiten Schwerpunkt wird die Planung über verschiedene Ebenen betrachtet, von der Produktlinie bis hin zu Subsystemen.

Praktische Relevanz des Projekts

Eines der anschaulichen Beispiele aus der Forschung ist die Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Hier geht es darum, von abstrakten Zielen wie der Plattformarchitektur hin zu konkreten Parametern wie Reichweite und Kosten zu gelangen. Ziel ist es, eine konsistente Verknüpfung dieser Ziele über unterschiedliche Ebenen hinweg herzustellen. Damit sollen die Auswirkungen von Entscheidungen nachvollziehbar und transparent gemacht werden.

Ein zentrales Anliegen von „ZuPro II“ ist die Identifikation relevanter Zielgrößen sowie die Analyse der aktuellen Umsetzungen in Unternehmen. Daraus ergeben sich Handlungsempfehlungen und Design-Prinzipien, die in einer weiteren Validierungsstudie auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden sollen. Durch diese Maßnahmen wird das Projekt Unternehmen dabei unterstützen, strategische Entscheidungen kohärent zu gestalten und Produktportfolios sinnvoll auszurichten.

Herausforderungen in der Produktentwicklung

Die Weiterentwicklung von Produktportfolios erfolgt oft nicht in einem klaren, langfristigen Planungsrahmen; vielmehr müssen Entwickler*innen flexibel auf neue Kundenbedürfnisse und technologische Veränderungen reagieren. Diese Situation bringt Herausforderungen wie die Notwendigkeit zur Synchronisation der Planungsebenen und die Ausrichtung auf ein durchgängiges Zielsystem mit sich. Dabei stellen sich Fragen zur Leistungsfähigkeit und Realisierbarkeit neuer Produktgenerationen, was zu Unsicherheiten hinsichtlich des Markteintritts und der erwarteten Leistung führt.

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Im Rahmen von „ZuPro II“ wird also nicht nur an theoretischen Modellen gearbeitet, sondern auch an der Entwicklung geeigneter Ansätze zur Unterstützung der Zielsystembildung über verschiedene Generationen hinweg. Dies kann als wichtige Antwort auf die Herausforderungen der heutigen und zukünftigen Märkte gesehen werden. So möchten die Forscher*innen sicherstellen, dass auch komplexe Produktportfolios erfolgreich verwaltet werden können.

Somit leistet das Projekt „ZuPro II“ einen wertvollen Beitrag in der Produktentwicklung und stärkt die Position Deutschlands als eine der führenden Nationen im Bereich der Ingenieurwissenschaften und Technologie.uni-paderborn.de und gepris.dfg.de geben detaillierte Einblicke in den Fortschritt und die Ziele des Projekts.