Das Projekt „IvO – Inklusion vor Ort“ startet mit einem klaren Fokus auf inklusive Bildungsarbeit im Schulalltag. Unter der Leitung der Universität Paderborn und in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie der Universität Rostock, widmet sich das Vorhaben der Unterstützung von Jugendlichen, insbesondere an Berufskollegs. Es wird von Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) mit rund 790.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert, von April 2026 bis März 2029.

Das zentrale Ziel von „IvO“ ist es, die Übergänge zwischen Schule und Beruf zu verbessern. Dazu gehört die individuelle Unterstützung von jungen Menschen, um deren Selbstwahrnehmung zu stärken und ihnen zu helfen, ihre Interessen, Kompetenzen und Ziele sichtbar zu machen. Eine Herausforderung besteht dabei in der oft begrenzten strukturellen Zusammenarbeit in Schulen und der unzureichenden Selbstwahrnehmung der Jugendlichen.

Fokus auf Selbstinszenierung

Um diese Herausforderungen zu meistern, werden Selbstinszenierungspraktiken eingesetzt. Die Jugendlichen sollen durch kreative Selbstdarstellungsformate in ihrer Stärkenorientierung und Selbstbestimmung gefördert werden. Das Konzept hebt hervor, dass diese Praktiken nicht nur das Selbstbewusstsein stärken, sondern auch die Teilhabe der Jugendlichen am Ausbildungsprozess unterstützen können. Wie in einem Artikel ausgeführt, ist die Entwicklung eines Rahmenkonzepts entscheidend. Dieses Konzept wird an die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten der jeweiligen Bildungsstandorte angepasst.

Das Projekt knüpft eng an die Ergebnisse des vorhergehenden Forschungsprojekts „SeiP“ an. Letzteres hat innovative didaktische Ansätze für inklusive Bildung entwickelt, die im aktuellen Projekt „IvO“ nun in der Praxis erprobt werden sollen. Ziel ist es, bildungsbenachteiligten Jugendlichen zu helfen, ihre Potenziale zu erkennen und in den Bildungs- und Berufswelt zu integrieren.

Gemeinsam Perspektiven schaffen

Für die Umsetzung ist eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Lehrkräften sowie Schulsozialarbeitern und Förderpädagogen vorgesehen. Neben der direkten Einbeziehung der Jugendlichen in den Entwicklungsprozess wird in gemeinsamen Werkstätten und Entwicklungsformaten an neuen Ansätzen gearbeitet. Dabei stehen auch Qualifizierungsbedarf und Herausforderungen für die Bildungsverantwortlichen im Vordergrund, wie im Rahmen der fächerübergreifenden Diagnostik beschrieben.

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Am Ende des Projekts sind praxisnahe Ergebnisse geplant, die Leitlinien für den Transfer inklusiver Bildungsinnovationen sowie Weiterbildungskonzepte für multiprofessionelle Teams umfassen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung von Materialien für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Langfristig wird angestrebt, wirksame inklusive Bildungsarbeit an Berufskollegs zu verankern und so die Bildungs- und Teilhabechancen junger Menschen zu stärken.

Zusammengefasst ist das Projekt „IvO“ ein aktives Zeichen für die Entwicklung der inklusiven Bildung und bietet viele Möglichkeiten, die Zukunft von Jugendlichen in Deutschland positiv zu beeinflussen.