Fotokunst über tierische Emotionen: Vernissage in Konstanz!
Ein ganz spezielles Highlight steht den Tier- und Naturfreunden vom 30. Juni bis 8. Juli 2026 bevor: Die Universität Konstanz präsentiert die beeindruckende Fotoausstellung „The Animal’s Inner World: A Defence of Critical Anthropomorphism“. Die Vernissage findet bereits am 29. Juni um 19 Uhr vor dem BibCafé in der Universitätsbibliothek statt, und der Eintritt ist frei. Kurator der Schau ist der Evolutionsbiologe Yitzchak Ben-Mocha, der durch seine faszinierenden Fotografien emotionale Zustände bei Tieren erforscht. Sein Ziel: das gängige Dogma herauszufordern, dass menschliche Emotionen nicht auf Tiere übertragen werden sollten.
Ben-Mocha dokumentiert in der Ausstellung Verhaltensweisen von Tieren aus verschiedenen Teilen der Welt, darunter der Jordangraben, die Urwälder Ugandas und die Hochebenen Äthiopiens. Dabei thematisiert er die komplexen Emotionen wie Hass, Angst, Eifersucht und Liebe, die auf den Bildern der Tiere sichtbar werden. Die Ausstellung verbindet Verhaltensbiologie auf spannende Art und Weise mit narrativer Fotografie. Mehr Informationen zu Yitzchak Ben-Mocha und seinem Werk finden Sie auf seiner Webseite.
Einblick in die kognitive Welt der Tiere
Doch nicht nur die emotionale Seite des Tierverhaltens steht im Fokus. Auch die kognitive Entwicklung von Tieren ist ein spannendes Feld der Biowissenschaften. Hierzu forscht das Meerkat Cognition Project, das sich mit der inter-individuellen kognitiven Variation bei Meerkatzen und Erdmännchen beschäftigt. Dabei spielen vier Schlüsselfaktoren eine Rolle: das soziale Leben, die intrinsische Motivation oder Neugier, die kognitiven Fähigkeiten und die allgemeine Fitness. Diese Forschungsinhalte sind am Kalahari Research Center im Kuruma River Reserve, Südafrika, angesiedelt.
Dr. Sofia Forss leitet diese spannende Untersuchung, die darauf abzielt, wie unterschiedliche Lebensräume die kognitiven Fähigkeiten von Primaten beeinflussen. So wird nicht nur die Neugier der Tiere erforscht, sondern auch, wie sie sich an Umweltveränderungen anpassen und neue Chancen nutzen können. In Zusammenarbeit mit dem Inkawu Vervet Project wird das Verhalten wilder Meerkatzen näher unter die Lupe genommen. Im Detail erfahren Sie mehr über dieses Projekt und seine Ziele.
Faszinierende Problemlösungsfähigkeiten
Ein weiterer Bereich der Forschung befasst sich mit den Problemlösungsfähigkeiten von Primaten. Die Studien zeigen, dass Orang-Utans und Schimpansen beispielsweise kraftvoll nutzen können, was sie sich merken: Bei einem faszinierenden Experiment sind sie in der Lage, Wasser in eine Röhre zu spucken, um eine Erdnuss an die Oberfläche zu bringen. Diese Vorgehensweise demonstriert, wie diese intelligenten Tiere Wasser als Werkzeug einsetzen.
Darüber hinaus sind Orang-Utans und Gorillas talentierte Werkzeugnutzer, die gezielt Gegenstände auswählen und zu verschiedenen Orten transportieren, um Probleme zu lösen. Auch die Fähigkeit von Affen, Hilfsmittel für zukünftige Gelegenheiten auszuwählen und aufzubewahren, stehen auf der Forschungsagenda. Erfahren Sie mehr über die kognitiven Fähigkeiten von Primaten und ihre überraschenden Einsichten in die Welt.
Insgesamt wird deutlich, dass sowohl emotionale als auch kognitive Facetten der Tierwelt uns aufzeigen, wie vielschichtig und reichhaltig die inneren Welten der Tiere wirklich sind. Die bevorstehende Fotoausstellung in Konstanz verspricht einen einzigartigen Einblick in diese faszinierenden Entdeckungen.
