Eine wichtige Begegnung fand am 19. Juni 2026 an der Universität Passau statt: Der japanische Generalkonsul Kenichi Bessho war zu Gast und traf sich mit dem Universitätspräsidenten Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann sowie Vizepräsidentin Prof. Dr. Daniela Wawra. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die bestehenden Kooperationen mit japanischen Universitäten und die Entwicklung neuer Partnerschaften, insbesondere hinsichtlich des Studierendenaustauschs.

Die Universität Passau pflegt seit 1998 zahlreiche Partnerschaften mit einer Reihe japanischer Hochschulen, darunter die Kyoto Sangyo Universität, Musashi University und die Meiji Universität. Neu hinzu kommt ab 2025 die Universität Kobe. Die Kooperationen konzentrieren sich vornehmlich auf die Bereiche Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften.

Kooperationsmöglichkeiten erweitern

Das Gespräch thematisierte auch die Förderung englischsprachiger Studiengänge, um den akademischen Austausch weiter zu erleichtern. Die Universität strebt an, den Austausch über deutsch-japanische Beziehungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aktiv zu gestalten. So wurden unter anderem die aktuelle politische Lage in Deutschland und Japan sowie kulturelle Besonderheiten angesprochen. Besonders interessiert zeigten sich die Beteiligten auch für die Stärken der japanischen Wirtschaft und Japans Rolle in zukunftsorientierten Technologiefeldern wie Künstlicher Intelligenz.

Die Universität Passau ist zudem stolz auf die hohe Anzahl ihrer Absolventinnen und Absolventen, die im diplomatischen Dienst tätig sind. Solche Verbindungen unterstreichen die Relevanz der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan.

Fördermöglichkeiten für Japan-Aufenthalte

Ein weiterer wertvoller Aspekt für Studierende und Wissenschaftler*innen sind die zahlreichen Stipendien und Förderprogramme, die nach Japan führen. Der JSPS-Club hat eine Übersicht erstellt, die eine Vielzahl von Stipendienangeboten beinhaltet. Dazu gehören Programme der japanischen Botschaft, wie das MEXT-Forschungsstipendium oder das JET-Programm, sowie zahlreiche internationale Stipendien, die landesunabhängig sind.

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Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Programmen, die es Studierenden ermöglichen, Forschungsaufenthalte in Japan zu absolvieren. Die Alexander von Humboldt Stiftung bietet beispielsweise das Feodor Lynen-Forschungsstipendium an, das auf Forschungsaufenthalte von 6 bis 24 Monaten ausgelegt ist. Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert internationale Kooperationen und Research durch Forschungsstipendien.

Zusätzliche Stipendien werden von der Japan Foundation für japanbezogene Forschungsprojekte angeboten, was die Vielfalt der Fördermöglichkeiten unterstreicht. Ein Highlight ist das neue Programm „Global Japanese Studies“, das ab September 2024 startet. Das Pendant im deutschsprachigen Raum, der DAAD, vergibt ebenfalls Stipendien in Zusammenarbeit mit dem japanischen Bildungsministerium.

Mit diesen zahlreichen Initiativen und der Unterstützung von Institutionen wird die akademische und kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan weiter gefördert. Es bleibt spannend, wie sich die bestehende Kooperation zwischen der Universität Passau und japanischen Hochschulen in Zukunft entwickeln wird.