Am 17. Juni 2026 wurde in Lyon eine neue Ära für das Studium von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cybersecurity eingeläutet. Bei einer feierlichen Veranstaltung wurde die deutsch-französische Professur „KI und Cybersecurity“ an der Hochschule INSA Lyon ins Leben gerufen. Vertreter beider Institutionen waren anwesend, darunter Prof. Dr. Philippe Gréciano, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), und Prof. Dr. Jan Hendrik Schumann, Präsident der Universität Passau. Auch Jessica Engel, die deutsche Generalkonsulin in Lyon, würdigte die bestehenden Kooperationen zwischen den beiden Universitäten.

Der Fokus dieser neuen Professur liegt auf den vielschichtigen Herausforderungen, die mit der Entwicklung von KI- und Cybersecurity-Technologien verbunden sind. Dabei werden insbesondere europäische Standards und unternehmerische Aktivitäten in den Mittelpunkt gerückt. Laut Prof. Dr. Harald Kosch von der Universität Passau und Prof. Dr. Lionel Brunie von INSA Lyon wird die Professur auch die sozialen, ökologischen und ethischen Auswirkungen dieser Technologien thematisieren.

Interdisziplinäre Ansätze im Fokus

Am Eröffnungsakt hob DFH-Präsident Gréciano die grenzüberschreitende Relevanz dieser Initiative hervor. Die internationale Zusammenarbeit soll nicht nur auf Europa beschränkt bleiben, sondern auch Kooperationen mit anderen Ländern, beispielsweise Japan, einschließen. Frédéric Fotiadu, Direktor des INSA Lyon, unterstrich, wie wichtig interdisziplinäre und interkulturelle Ansätze für den Fortschritt in der Forschung sind.

Ein entscheidender Aspekt in diesem Kontext ist die Vertrauenswürdigkeit von KI. Diese ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern verlangt auch ein durchdachtes ethisches Konzept. Die Fraunhofer IAIS zeigt, dass es entscheidend ist, klassische Qualitätsdimensionen wie Verlässlichkeit, Robustheit, Sicherheit und Transparenz zu erweitern. Um Vertrauen in KI-technologien zu gewährleisten, sind Rechtskonformität und technische Absicherung unabdingbar. Die Einhaltung von europäischen Standards könnte hierbei helfen, den planbaren und effizienten Einsatz von KI in sicherheitskritischen Bereichen zu fördern.

Eine aufregende Zukunft

Die Eröffnung der Professur ist ein großer Schritt in eine Zukunft, die von den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung geprägt ist. Die Diskussionen um digitale Souveränität, Datenschutz und die Schaffung vertrauenswürdiger KI-Systeme sind nur einige der brennenden Themen, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Mit dem Pilotprojekt „Deutsch-Französische Professuren“ sollen Wissen und Innovation nicht nur grenzüberschreitend, sondern auch interdisziplinär gefördert werden.

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Die Universität Passau und das INSA Lyon arbeiten bereits seit 2008 im Bereich international ausgerichteter Doktorandenausbildung zusammen. Um weitere Informationen zu erhalten, können Interessierte die Webseiten der DFH sowie die spezifische Seite zur Professur unter www.irixys.org besuchen.