Prof. Dr. Peter R. Schreiner, ein renommierter Chemiker von der Justus-Liebig-Universität Gießen, wurde in die International Academy of Quantum Molecular Science (IAQMS) gewählt. Diese bedeutende Ehrung unterstreicht seine herausragenden Beiträge zur Quantenforschung. Die IAQMS, die 1967 gegründet wurde, zählt zu den angesehensten Vereinigungen im Bereich der Quantenchemie und der molekularen Quantenphysik. Ihre Mitgliedschaft ist auf eine limitierte Anzahl aktiver Forscher weltweit beschränkt, was die Bedeutung von Schreiners Wahl zusätzlich verdeutlicht.

Bereits 2023 wurde Prof. Schreiner mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2024 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Seine Forschungsarbeit zur experimentellen Herstellung des Hexastickstoffs (N₆) im Jahr 2025 erregte internationales Aufsehen, da die Stabilisierung von N₆ als ein bedeutender wissenschaftlicher Durchbruch gilt. Diese Entwicklungen zeigen das hohe Niveau seiner Forschungsaktivitäten und die Anerkennung, die er in der Fachwelt genießt.

Forschung und akademische Anerkennung

Prof. Schreiner ist ein aktives Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ebenfalls wurde er mit der Adolf-von-Baeyer-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker im Jahr 2017 und einem ERC Advanced Grant im Jahr 2022 geehrt. 2021 erhielt er den Arthur C. Cope Scholar Award von der American Chemical Society (ACS).

Schreiner, der 1970 in Nürnberg geboren wurde, studierte Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg sowie in den Vereinigten Staaten. Seine Promotion absolvierte er sowohl in organischer Chemie in Erlangen als auch in theoretischer Chemie an der University of Georgia. Seit 2002 ist er Professor für Organische Chemie an der JLU. Darüber hinaus war er von 2012 bis 2015 Vizepräsident für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an seiner Universität.

Insgesamt hat er fast 500 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften wie „Science“ und „Nature“ veröffentlicht, was seine hohe Forschungskompetenz und das weite Spektrum seiner wissenschaftlichen Aktivitäten eindrucksvoll belegt.

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Schrödinger-Medaille 2025

Zusätzlich zu seiner Wahl in die IAQMS wurde Prof. Schreiner im Jahr 2025 mit der renommierten Schrödinger-Medaille ausgezeichnet. Diese Medaille wird seit 1987 jährlich an herausragende Persönlichkeiten der Computerchemie verliehen. Die Übergabe fand während der WATOC-Konferenz in Oslo statt, einem internationalen Treffpunkt für theoretische Chemiker, der 1.100 Fachleute aus aller Welt anzog. Prof. Frank Neese erhielt die Medaille zuvor im Jahr 2022, ebenfalls für seine herausragenden Beiträge zur theoretischen Chemie.

Die Jury, die für die Vergabe der Schrödinger-Medaille verantwortlich ist, lobte Schreiners Forschung zur Entwicklung neuer quantenchemischer Methoden. Dies macht die Auszeichnung nicht nur zu einem persönlichen Erfolg für Schreiner, sondern hebt auch die Bedeutung seiner Arbeit im internationalen Kontext hervor.

Prof. Schreiners Karriere bringt nicht nur individuelle Erfolge mit sich, sondern fördert auch das Ansehen der Quantenforschung und der Chemie als Ganzes, was ihn zu einer prägenden Figur in der wissenschaftlichen Gemeinschaft macht.