Der heutige Blick hinter die Kulissen des Zentrums für IT und Medienmanagement (ZIM) an der Universität Potsdam zeigt, wie modernes Arbeiten im digitalen Zeitalter aussieht. Alexander Schulz, der Leiter des ZIM, eröffnet seinen Arbeitstag bereits um 7:15 Uhr, um sich auf die Herausforderungen des Tages vorzubereiten. Der erste Teil seines Morgens ist gefüllt mit E-Mail-Bearbeitung und Vorbereitung auf anstehende Meetings, wobei auch unvorhergesehene Probleme gelöst werden müssen. In einem Interview mit der Universität Potsdam beschreibt Schulz seine Rolle als „Möglich-Macher“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Arbeitsprozesse zu analysieren, um die Kapazitätsverteilung optimal zu gestalten.
Um 9 Uhr startet dann offiziell der Arbeitstag mit einem Treffen seiner Stellvertreterin Nadin Weiß. Hier werden die Themen für zukünftige Teambesprechungen besprochen – eine wichtige Gelegenheit, um die sieben Arbeitsgruppen des ZIM zu koordinieren, die zentrale IT-, Kommunikations- und Medienservices bieten. In den wöchentlichen Abstimmungen werden unter anderem Bestellungen, Ressourcenplanung und Software-Abos diskutiert, was für die sinnvolle Digitalisierung der Universität unerlässlich ist.
Digitale Prüfungen und KI-unterstützte Korrektur
Ein besonders spannendes Projekt, das im Fokus des ZIM steht, ist die Entwicklung von digitalen Prüfungen, die bereits im Januar 2026 an der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam in Form von Übungsklausuren mit der Prüfungssoftware EDUTIEK stattfanden. Rund 30 Studierende nutzen dabei nicht nur die Software, sondern auch ein kostenloses Online-Gesetzbuch. Diese innovative Vorgehensweise wird wissenschaftlich begleitet, um die Noten und Korrekturanmerkungen, die von KI-Systemen generiert werden, zu evaluieren. Ziel ist es, eine objektivere und fairere Bewertung zu gewährleisten, was von Schulz und seinem Team maßgeblich unterstützt wird.
Bei der letzten digitalen Prüfung, die um 15 Uhr stattfand, konnten die Studierenden in einer von Schulz und seinem Team speziell konfigurierten Umgebung ihre Fähigkeiten testen. Der Einsatz von KI-gestützten Korrekturmechanismen wird von dem Forschungsnetzwerk „DigitalProjekt“ erprobt, in einer Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, um das volle Potenzial digitaler Lösungen im Studium auszuschöpfen. Bereits an anderen Orten, wie Bielefeld und München, wurden ähnliche Probeklausuren durchgeführt, deren Ergebnisse für die weitere Entwicklung und Verbesserung von KI-Korrekturen von Bedeutung sind.
Der Mittag für Schulz bietet nicht nur eine Pause, sondern auch Raum, um über noch offene Themen zu diskutieren. Für ihn ist es wichtig, auch die zwischenmenschliche Kommunikation innerhalb der Teams zu wahren. Auch Besprechungen mit anderen Abteilungen und Hochschulen stehen auf seinem Nachmittagsprogramm. Darüber hinaus plant das ZIM derzeit den neuen Campus auf dem Brauhausberg, ein Projekt, das große Auswirkungen auf die zukünftige digitale Infrastruktur der Universität haben wird.
Sein Arbeitstag endet meist um 17:30 Uhr, sodass er Zeit mit seiner Familie verbringen kann, gefolgt von einem vollen und produktiven Tagesablauf, der zeigt, wie dynamisch und anpassungsfähig die IT- und Medienlandschaft an Hochschulen ist. Schulz betont immer wieder die Notwendigkeit, sich ständig an wandelnde Anforderungen anzupassen und die organisatorische Struktur des ZIM entsprechend zu optimieren, um den Herausforderungen der digitalen Zukunft gewachsen zu sein.
Für weitere Informationen über die aktuellen Entwicklungen an der Universität Potsdam bietet sich ein Blick auf die offizielle Mitteilung und die Nachrichten der idw an.