Potsdams Oberbürgermeisterin, Noosha Aubel, besuchte heute die Universität Potsdam und ließ sich über die zukünftige Entwicklung des Campus Am Neuen Palais informieren. Bei ihrem Rundgang war sie eingeladen von Präsident Prof. Oliver Günther und Kanzler Hendrik Woithe, die sie über die geplanten Neubauten und die Vision für den Campus informierten. Prof. Dr. Hans-Georg Wolf, Dekan der Philosophischen Fakultät, war ebenfalls Teil des Gesprächs und betonte die aktive Rolle der Forschenden der Fakultät in der Stadt.
Ein zentrales Thema der Besprechung war die geplante Erweiterung des historischen Standortes und es ist einiges in Bewegung: Am nordwestlichen Ende des Campus sind neue Gebäude für das Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement sowie eine Druckerei und ein Rechenzentrum vorgesehen. Alte, kaum renovierbare Gebäude und Container sollen abgerissen werden, um Platz für diese Neubauten zu schaffen. Dies ermöglicht nicht nur eine zeitgemäße Nutzung, sondern schafft auch Raum entlang der Ost-West-Sichtachse des Parks Sanssouci.
Die Zukunft des Campus Brauhausberg
Ein weiteres Highlight der Pläne ist der neue Campus auf dem Brauhausberg, der als wahres Wahrzeichen der Stadt konzipiert ist. Geplante Angebote dort beinhalten Gastronomie, Fitness und einen Aussichtspunkt für Touristen. Tagungs- und Veranstaltungsräume sollen ebenfalls Teil des Angebots sein, wobei die Lage eine gute Verkehrsanbindung verspricht. Woithe stellte dabei klar, dass die Universität offen für alle ist und die Bibliotheken sowie die Mensa für alle Bürger zugänglich sein werden.
Die Fortschritte werden durch eine eigens eingerichtete Task Force überwacht, die je nach Bedarf etwa alle zwölf Wochen tagt. Ihr Ziel ist es, die Qualität und den schnellen Fortschritt des Gesamtprojekts sicherzustellen. Unterstützt wird die Task Force durch zwei Arbeitsgruppen: eine für die Planung und den Bau sowie eine für Lehr- und Forschungskooperationen. Diese Zusammenstellungen zeigen, wie eng verschiedene Institutionen und Regierungsstellen hier zusammenarbeiten, um die Entwicklungen voranzutreiben. Impressionen vergangener Sitzungen geben einen ersten Einblick, wie die Planungen bereits in vollem Gange sind.
Ein Blick auf Golm
Ein weiterer Punkt, den Präsident Günther ansprach, war der Standort Golm. Hier wird der Science Park stetig zu einem der führenden Forschungsstandorte in Brandenburg ausgebaut. Die ehemaligen Panzergaragen werden in ein studentisches Begegnungszentrum umgebaut, während gleichzeitig der Bedarf an zusätzlichen Wohnheimen für Studierende akute Aufmerksamkeit erfordert. Die Universität setzt auch auf die Kooperation mit Schulen in Potsdam und die Bedeutung der Lehrkräftebildung, was bedeutende Impulse für die Stadt selbst mit sich bringt.
In Anbetracht der vielen Pläne und Initiativen erinnerte Oberbürgermeisterin Aubel daran, dass die Stadt finanzielle Herausforderungen hat und sich auf drei bis fünf Schwerpunktthemen konzentrieren müsse – ein Bereich, in dem auch die Wissenschaft eine wichtige Rolle spielen sollte, um die Lebensqualität der Potsdamer:innen zu fördern. Der Dialog über den Standort Potsdam und die Universitätsentwicklung bleibt spannend, besonders mit dem Ziel, eine Sichtbarkeit der Universität in der Stadt zu schaffen und deren Unterstützung für Projekte wie „Uni findet Stadt“ und „Uni trifft Schule“ zu erhöhen.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die Universität Potsdam bestrebt ist, nicht nur ein Ort des Lernens zu sein, sondern auch ein zentraler Akteur in der Stadtentwicklung zu werden. Dabei wird Atmosphäre geschaffen, die sowohl Studierende als auch die Öffentlichkeit anzieht und verbindet.