In der akademischen Welt wird immer mehr Wert auf innovative Lehrmethoden gelegt. Dies zeigt sich auch in den diesjährigen Auszeichnungen der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e. V., die am 3. Juli 2026 in der Universitätskirche Rostock verliehen werden. Zwei Lehrkräfte der Universität wurden für ihre herausragenden Beiträge zur Lehre ausgezeichnet: Suzanne Ehrlich und Sebastian Fricke. Die Auszeichnung geschieht auf Vorschlag von Studierenden, die insbesondere die innovativen Lehrkonzepte ihrer Dozenten würdigen.

Suzanne Ehrlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement, überzeugt mit ihrer Lehrveranstaltung „Ostermarkt – Action Learning in Service-Management“. In dieser Lehrveranstaltung verbindet sie wissenschaftliche Inhalte mit praktischer Anwendung, wobei der Fokus auf Inklusion und persönlicher Entwicklung liegt. Studierende arbeiten in einem projektorientierten Umfeld, welches eigenständiges Denken und Handeln fördert. Zudem haben sie die Möglichkeit, direkt mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu interagieren, was eine wertschätzende Lernatmosphäre schafft und soziale Kompetenzen fördert.

Praktische Anwendungen in der Lehre

Auf der anderen Seite steht Sebastian Fricke vom Institut für Grundschulpädagogik, der mit seiner Veranstaltung „3D-Druck im Mathematikunterricht der Grundschule“ neue Wege im Unterricht geht. Seine Studierenden erleben den gesamten Entwicklungsprozess von der Ideenfindung bis zur praktischen Umsetzung mittels 3D-Druckern. Diese praxisnahe Herangehensweise fördert nicht nur das eigenständige Lernen, sondern thematisiert zudem den sinnvollen Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht, was besonders in der heutigen Zeit von Bedeutung ist.

Der Fokus auf innovative Lehrmethoden wird nicht nur an der Universität Rostock, sondern auch an anderen Hochschulen zunehmend betont. So vergibt die Universität Paderborn jährlich den Förderpreis für Innovation und Qualitätsverbesserung in der Lehre, der das Engagement der Lehrenden unterstützen soll. Projekte wie „Studentische KI-Kompetenzen in den Wirtschaftswissenschaften“ oder Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit Energieversorgung zeigen, dass der Einsatz moderner Technologien und interdisziplinärer Ansätze hoch im Kurs steht. Professores und Lehrende sind gefordert, nicht nur Fachwissen, sondern auch Future Skills wie kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten zu fördern.

Trends in der Lehre

Eine Analyse des Hochschulforums Digitalisierung und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung gibt interessante Einblicke in die aktuellen Lehrrealitäten an deutschen Hochschulen. Laut der Befragung von 9.340 Professoren aus 30 Fächern zeigt sich, dass problem- und projektbasiertes Lernen zunehmend eingesetzt wird, während Formate wie Gamification und Flipped Classroom noch viel Potenzial bieten. Diese Trends können als Anstoß für Lehrende gesehen werden, ihre Methoden weiter zu verbessern und mehr interaktive Elemente in die Lehre zu integrieren.

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Die Verleihung des Förderpreises für Lehre 2026 an Suzanne Ehrlich und Sebastian Fricke ist ein weiterer Schritt hin zu einer zukunftsorientierten Lehre, die Studierende sowohl akademisch als auch persönlich weiterbringt. Die Preisverleihung am 3. Juli wird sicherlich ein festlicher Rahmen sein, um den Einsatz innovativer Ansätze gebührend zu würdigen.