A620 bei Völklingen-City: Abfahrt wegen Stützwanderneuerung werktags gesperrt
Wer am Mittwoch, 21. Oktober 2026, auf der A620 in Richtung Autobahndreieck Saarbrücken unterwegs ist, muss an der Anschlussstelle Völklingen-City mehr Zeit einplanen. Dort wird die Stützwand erneuert. Die Abfahrt nach Völklingen-City bleibt werktags jeweils etwa von 8 bis 17 Uhr vollständig gesperrt.
Die Sperrung soll voraussichtlich bis Dienstag, 27. Oktober 2026, dauern. Zwischen etwa 17 und 8 Uhr soll die Abfahrt ohne Einschränkungen befahrbar sein. Rund um Völklingen kann es während der Arbeiten trotzdem zu Verkehrsbehinderungen und Verzögerungen kommen – gerade dann, wenn ohnehin viel los ist.
Umleitung über Völklingen-Hafen
Die ausgeschilderte Umleitung führt zunächst weiter bis zur Anschlussstelle Völklingen-Hafen. Dort wenden die Verkehrsteilnehmer und fahren über die A620 zurück zur Anschlussstelle Völklingen-City. Die Autobahn GmbH empfiehlt, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen und aktuelle Verkehrsmeldungen zu beachten.
Die Einschränkung an der Abfahrt fällt in eine deutlich größere Baustellenphase auf der A620. Grundhaft erneuert wird der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost. Die Bauzeit ist auf sechs Monate im Jahr 2026 sowie jeweils fünf Monate in den Jahren 2027 und 2028 angelegt. Gebaut wird jeweils von Frühjahr bis Herbst. In den Wintermonaten soll die Verkehrssicherung zurückgebaut werden, damit der Winterdienst gewährleistet bleibt.
Engpässe auf der A620
Die Baustellenverkehrsführung wurde nach Ostern 2026 eingerichtet. Vom 7. bis 18. April liefen dafür auf beiden Richtungsfahrbahnen entsprechende Maßnahmen, überwiegend zwischen 20:30 und 5:30 Uhr. In mehreren Nächten kam es zu Vollsperrungen:
- Vom 7. bis 8. April war die Richtung Autobahndreieck Saarbrücken zwischen der AS Völklingen-Ost (10) und der AS Saarbrücken-Klarenthal (11) gesperrt.
- Vom 13. bis 14. April betraf die Sperrung die Richtung Autobahndreieck Saarlouis zwischen der AS Saarbrücken-Gersweiler (12) und der AS Saarbrücken-Klarenthal (11).
- Vom 14. bis 15. April war die Richtung Autobahndreieck Saarlouis zwischen der AS Saarbrücken-Klarenthal (11) und der AS Völklingen-Ost (10) dicht.
- Vom 15. bis 16. April wurde die Richtung Autobahndreieck Saarbrücken zwischen der AS Saarbrücken-Klarenthal (11) und der AS Saarbrücken-Gersweiler (12) voll gesperrt.
- Vom 17. bis 18. April betraf die Vollsperrung beide Richtungsfahrbahnen zwischen der AS Saarbrücken-Gersweiler und der AS Saarbrücken-Klarenthal.
Die Umleitungen verliefen über die B51 und wurden ausgeschildert. Tagsüber wurde der Verkehr vom 7. bis 19. April in Richtung Autobahndreieck Saarbrücken einstreifig am Baufeld vorbeigeführt, vom 13. bis 19. April galt das auch in Richtung Autobahndreieck Saarlouis. Bis zum 20. April 2026 sollte die Baustellenverkehrsführung vollständig eingerichtet sein.
Bis voraussichtlich September 2026 stand anschließend in beiden Richtungen jeweils ein verengt geführter Fahrstreifen zur Verfügung. Alle Anschlussstellen bleiben nutzbar. Während der Bauarbeiten, besonders zu den Hauptverkehrszeiten, wird dennoch mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet. In allen drei Bauabschnitten gibt es während der Bauzeit je Fahrtrichtung nur einen Fahrstreifen; auch in den jeweils fünfmonatigen Bauzeiten 2027 und 2028 wird er verengt geführt.
Warum die Strecke so schwer umzubauen ist
Die A620 war früher die Bundesstraße 405. Deshalb wirkt sie an manchen Stellen eher wie eine schnell ausgebaute Bundesstraße als wie eine klassische Autobahn: Durchgehende Standstreifen fehlen, die Mittelstreifen sind sehr schmal und die Überführungsbauwerke eng. Dazu liegt der Abschnitt teilweise nahe an Wohnbebauung und wird von Leinpfad, Saar, Lärmschutzwänden und Bahntrasse begrenzt. Für die Bauleute ist das kein kleines Detail, sondern macht den Ablauf ordentlich knifflig.
Gearbeitet werden soll im 24-Stunden-Betrieb und an sieben Tagen pro Woche. Dadurch soll sich die reine Bauzeit auf 16 Monate verkürzen. Angepasste Ampelschaltungen an betroffenen Anschlussstellen sollen den Verkehrsfluss auf der parallel verlaufenden B51 verbessern.
Wegen der erwarteten Zeitverluste empfiehlt die Autobahn GmbH, auf die Bahn umzusteigen. Zusätzliche kostenlose Parkplätze werden an den Bahnhöfen Völklingen-Luisenthal und Bous bereitgestellt. Informationen zum Umstieg bündelt der Saarländische Verkehrsverbund unter www.saarvv.de. Eine begleitende Projektwebsite informiert außerdem über Bauabschnitte, Änderungen der Verkehrsführung und häufige Fragen.
Als neue Asphaltdeckschicht wird lärmmindernder Gussasphalt eingebaut. Er soll länger nutzbar sein als der derzeit verbaute Walzasphalt. Bis dahin heißt es auf der A620 allerdings: Augen auf, Verkehrsmeldungen prüfen und für die kurze Abfahrtssperrung bei Völklingen-City lieber ein paar Minuten Puffer einrechnen.
