Im Alter wird oft die allgemeine Gesundheit in den Fokus gerückt, doch die Mundgesundheit bleibt häufig auf der Strecke. Dies ist verwunderlich, da zahlreiche Faktoren aufzeigen, wie eng Mund- und Allgemeingesundheit miteinander verknüpft sind. So erläutert ein Vortrag von Prof. Dr. Anton Friedmann, Inhaber des Lehrstuhls für Parodontologie an der Universität Witten/Herdecke, die Auswirkungen des Älterwerdens auf die Mundgesundheit, die am Donnerstag, den 11. Juni 2026, um 20 Uhr im Haus Witten stattfindet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro für Studierende. Der Vortrag zielt darauf ab, die Wichtigkeit der Mundgesundheit zu sensibilisieren und systemische Zusammenhänge sowie Präventionswege aufzuzeigen, wie uni-wh.de berichtet.
Mit zunehmendem Alter verändern sich verschiedene Gesundheitsaspekte, wobei Krankheitsbilder wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz oft im Vordergrund stehen. Doch die Rolle der Mundgesundheit wird dabei vernachlässigt. Entzündungen im Mundraum sind nicht nur lokal bedeutsam, sondern können auch Wechselwirkungen mit gesundheitlichen Problemen im gesamten Körper haben. Dazu zählen nicht nur Parodontalerkrankungen, die ernstzunehmende Risiken darstellen, sondern auch Zustände wie Diabetes mellitus, bei dem eine bidirektionale Beziehung zur Mundgesundheit besteht. Diabetiker haben ein dreimal höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken, was auch ihren Stoffwechsel negativ beeinflussen kann, wie die-mundgesundheitsstiftung.de erläutert.
Gesundheitliche Risiken und Mundpflege
Wussten Sie, dass unbehandelte Entzündungen im Mund zu weitreichenden gesundheitlichen Folgen führen können? Der Zustand der Mundhöhle steht in direkter Verbindung zur Lebensqualität, beeinflusst durch Kauprobleme, Appetitverlust oder Schlafstörungen. Ein Grund mehr, der Mundgesundheit Beachtung zu schenken, denn der Zustand des Gebisses hängt eng mit der allgemeinen Gesundheit zusammen. Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis sind häufig mit nichtübertragbaren Erkrankungen assoziiert, darunter auch Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, wie rki.de feststellt.
Krankheiten, die durch chronisch-entzündliche Parodontalerkrankungen begünstigt werden, betreffen nicht nur ältere Menschen. Auch Raucher oder Frauen mit Kinderwunsch sind besonders anfällig. Zu den Risikofaktoren zählen genetische Prädisposition, hormonelle Einflüsse, Umweltfaktoren wie Rauchen oder Übergewicht sowie verschiedene Medikamente. Ein bewusster Umgang mit Mundpflege und regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind also unerlässlich.