Die Geschlechterforschung an der Universität Göttingen feiert ein bedeutendes Jubiläum: 25 Jahre hat sich das Fach inzwischen etabliert und wird in einer Festveranstaltung am 24. April 2026 gewürdigt. Aufgrund des hohen Interesses wird die Veranstaltung im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa am Wilhelmsplatz 3 stattfinden, wie uni-goettingen.de berichtet. Das Motto des Festaktes lautet „Beharrlich. Kritisch. Unverzichtbar!“.

Die Jubiläumsveranstaltung blickt sowohl auf die Entwicklung der Geschlechterforschung als auch auf die aktuellen Herausforderungen, die das interdisziplinäre Forschungsfeld mit sich bringt. Nicht nur werden gesellschaftliche Ungerechtigkeiten aufgedeckt, vielmehr ist es auch wichtig, zu betonen, warum die Geschlechterforschung in der heutigen Zeit unverzichtbar ist.

Vorträge und persönliche Erinnerungen

Während der Feierlichkeiten werden drei Keynote-Vorträge von angesehenen Forscher:innen aus Wien, Göttingen und Gießen gehalten. Die Themen decken unter anderem Angriffe auf die Geschlechterforschung und die dringend benötigte Diskussion über produziertes Wissen in Zeiten von Unterfinanzierung und autoritärer Politik ab. Auch ein Gespräch mit aktuellen und ehemaligen Studierenden wird stattfinden, in dem persönliche Erinnerungen und berufliche Werdegänge thematisiert werden.

Die Veranstaltung schließt mit einem Empfang sowie einer Ausstellung, die die 25-jährige Geschichte der Geschlechterforschung dokumentiert. Journalisten sind eingeladen, über die Feier zu berichten, während die Veranstaltung selbst nicht öffentlich ist. Für weitere Informationen können Interessierte sich an Helga Hauenschild von der Georg-August-Universität Göttingen wenden.

Neue Impulse für die Geschlechterforschung

Ein weiterer wichtiger Termin, der die Relevanz der Geschlechterforschung unterstreicht, ist die Jahrestagung „Geschlecht schafft Wissen – Wissen schafft Geschlecht“, die am 10. Oktober 2025 in Göttingen stattfindet. Organisiert von der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN) und dem Fachbereich Geschlechterforschung der Georg-August-Universität konzentriert sich die Tagung auf Forschungsansätze und Methoden der Geschlechterforschung im kontextuellen Rahmen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Dabei stehen zentrale Fragen nach den theoretischen und methodologischen Herausforderungen in der interdisziplinären Geschlechterforschung im Mittelpunkt, wie aus den Informationen von fg-gender.de hervorgeht.

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Das Vortragsprogramm verspricht eine spannende Auseinandersetzung mit geschlechtertheoretischen sowie empirischen Aspekten, während eine Podiumsdiskussion und verschiedene Sessions für regen Austausch sorgen sollen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, und es wird ein Abendessen in einem veganen Restaurant am Vorabend der Tagung organisiert.

Interdisziplinäre Ansätze und Zukunftsperspektiven

Die Veränderungen, die Geschlechterforschung durchläuft, stehen im direkten Zusammenhang mit den Themen und Projekten des Zentrums für Geschlechterforschung an der Universität Kassel. Unter dem Namen „Geschlechterforschung in der Transformation“ wird hier ein interdisziplinäres Studienprogramm angeboten, das Graduierte in Geschlechter-, Diversity- und Queerforschung unterstützt. Die Forschung adressiert insbesondere die Geschlechterverhältnisse in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, wie auf uni-kassel.de dargelegt wird.

Durch enge Vernetzungen mit anderen interdisziplinären Forschungsfeldern, darunter Disability Studies, mobility Studies und feminist STS, wird die Geschlechterforschung ständig weiterentwickelt und neu interpretiert. Dies liefert wertvolle Impulse für die Nachhaltigkeitsdebatte und unterstreicht die Bedeutung der Geschlechterforschung in einem breiten gesellschaftlichen Kontext.