Die Bedeutung der Krebsforschung in Deutschland kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein strahlendes Beispiel dafür sind die aktuellen Auszeichnungen der Förderstiftung MHH plus, die Dr. Janna Heide und Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt den Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis sowie die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille überreichte. Diese ehrwürdigen Preise wurden an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Beisein zahlreicher prominenter Gäste verliehen, unter der Leitung von Präsidentin Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner.

Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt, der die Johann-Georg-Zimmermann-Medaille erhielt, ist ein anerkanntes Schwergewicht in der Hämatologie und Onkologie. Er leitet die GMMG-Studiengruppe am Universitätsklinikum Heidelberg sowie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT). Seine Forschung fokussiert sich auf das Multiple Myelom, eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Im Verlauf seiner Karriere hat er bedeutende Fortschritte in der klinischen Forschung und Patientenversorgung gefördert, was sich in der Etablierung eines umfassenden Netzwerks für klinische Myelomforschung im deutschsprachigen Raum zeigt.

Auf der anderen Seite steht Dr. Janna Heide, die mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet wurde. Ihr Forschungsfeld sind neue Wirkstoffe, die gezielt in die biologischen Prozesse des Tumorbindegewebes eingreifen. Besonders der NNMT-Inhibitor, den sie als Therapieansatz bei Eierstock-, Brust- und Dickdarmkrebs entwickelt, könnte große Fortschritte in der Behandlung dieser Erkrankungen bedeuten. NNMT, ein Enzym, das in Tumorbindegewebszellen aktiv ist, bietet vielversprechende Ansätze für die persönliche Medizin.

Johann-Georg-Zimmermann-Preise: Tradition und Innovation

Der Johann-Georg-Zimmermann-Preis, der erstmals 1973 vergeben wurde, zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Krebsforschung in Deutschland. Die Auszeichnung besteht aus zwei Teilen: einem Forschungspreis für junge Nachwuchsforscher bis 40 Jahre und einer Medaille für Persönlichkeiten, die sich besonders um die Bekämpfung von Krebserkrankungen verdient gemacht haben. Die Medaille ist mit 2.500 Euro dotiert und die Bewerbungsfrist für den Forschungspreis läuft bis zum 31. Januar 2026.

Zusätzlich wird der Preis seit 2022 durch die Förderstiftung MHH plus und das Comprehensive Cancer Center Niedersachsen unterstützt, was die Bedeutung und Reichweite dieser Förderung nochmals unterstreicht. „Es ist wichtig, sowohl den wissenschaftlichen Nachwuchs zu unterstützen als auch langjähriges Engagement in der Krebsforschung zu würdigen“, erklärt Prof. Dr. Hildegard Büning, die Vorsitzende des Kuratoriums des Johann-Georg-Zimmermann-Preises.

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Neu in diesem Jahr war der Johann-Georg-Zimmermann Exchange Hub, bei dem Promovierende der MHH die Gelegenheit hatten, mit Dr. Janna Heide über Karrierefragen zu diskutieren und wertvolle Einblicke zu gewinnen.

Die Verleihung der Preise zeigt direkt, wie wichtig es ist, Forschung und klinische Praxis eng miteinander zu verknüpfen, um neue Therapiekonzepte zu entwickeln und letztlich betroffenen Patient:innen bessere Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. In diesem Kontext bleibt abzuwarten, wie sich die vorgestellten Forschungsansätze in der klinischen Praxis bewähren werden und welche neuen Innovationen in der Krebsforschung noch auf uns zukommen.

Für alle, die in der Krebsforschung aktiv sind oder sich dafür interessieren, sind diese Preise nicht nur ein bedeutendes Zeichen, sondern auch ein Ansporn, weiterhin neue Wege in der Medizin zu gehen und für die Gesundheit zukünftiger Generationen zu kämpfen.

Mehr über diese Auszeichnung und die hervorragenden Forschungsleistungen erfahren Sie auf den Seiten der Medizinischen Hochschule Hannover, Pathologie-DGP und Medical Tribune.