2.900 Erstsemester starten an der Universität Osnabrück ins Studium
Rund 2.900 Erstsemester beginnen zum Wintersemester 2026/27 ihr Studium an der Universität Osnabrück. Am 7. Oktober wurden sie in der OsnabrückHalle offiziell begrüßt – mit Musik, Informationen und jeder Menge neuer Gesichter. Universitätspräsident Prof. Dr. Tim Römer hieß die Studierenden willkommen.
Für viele war es der erste große gemeinsame Termin an der Uni: ein bisschen Orientierung, ein bisschen Aufregung, dazu Gespräche über Stundenpläne, Wohnort und die Frage, wo man eigentlich den richtigen Raum findet. Vizepräsident Prof. Dr. Jochen Oltmer bezeichnete den Studienbeginn als wichtige Weichenstellung.
Ankommen mit Unterstützung
Damit die ersten Wochen nicht gleich zum organisatorischen Hindernislauf werden, bietet die Universität verschiedene Hilfen an. Dazu gehört das Programm OSKA+. Erfahrene Studierende unterstützen Erstsemester bei Fragen zum Studium und zum Universitätsalltag. Wer also wissen will, wie die Anmeldung zu einer Veranstaltung funktioniert oder wo man mit einem bestimmten Anliegen hingehen kann, bekommt Unterstützung aus studentischer Perspektive.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter forderte die neuen Studierenden außerdem auf, nicht nur den Campus kennenzulernen, sondern auch die Stadt. Sie warb dafür, früh Kontakte zur regionalen Wirtschaft und zur Gründerszene zu knüpfen. Bei der Begrüßungsveranstaltung präsentierten sich mehr als 70 Aussteller: Universitätseinrichtungen, das Studierendenwerk, der AStA, studentische Initiativen sowie Unternehmen und Kultureinrichtungen aus der Region.
Für den passenden Klang sorgte das Percussion Ensemble der Unimusik. Das Zentrum für Hochschulsport steuerte eine weitere Showeinlage bei. Zwischen Informationsständen und ersten Gesprächen dürfte es in der Halle also nicht gerade mucksmäuschenstill gewesen sein.
Psychologie gefragt, Cognitive Science legt zu
Besonders gefragt sind erneut die Psychologie-Studiengänge. Dahinter folgt der Bachelorstudiengang Cognitive Science. Dort stiegen die Einschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 25 Prozent.
Auch englischsprachige Studienangebote sind stark nachgefragt. Im Masterstudiengang Conflict Studies and Peacebuilding verdoppelten sich die Anmeldezahlen. Die Nachfrage verteilt sich damit nicht nur auf die bekannten Fächer, sondern zeigt auch Interesse an internationalen und interdisziplinären Studienwegen.
Die Zahl der Erstsemester liegt dennoch leicht unter dem Vorjahresniveau. Als einen Grund nennt die Universität unter anderem die Rückkehr zu G9 an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen.
Zahlen als Grundlage für Planung und Öffentlichkeit
Wie sich die Universität entwickelt, lässt sich nicht nur an der Begrüßung in der OsnabrückHalle ablesen. Die Universität Osnabrück veröffentlicht öffentlich relevante Zahlen und Daten, darunter Studierendenstatistiken, Aufstellungen über erhaltene Spenden und Universitätsordnungen. Ziel ist die gezielte Erhebung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen.
Das Informationsmanagement soll interne Steuerungs- und Planungsprozesse unterstützen und die Qualitätssicherung stärken. Zugleich dienen die Angaben der Information von Politik und Öffentlichkeit. Gerade bei Studierendenzahlen, Bewerbungen und Einschreibungen wird so sichtbar, wie sich Nachfrage und Hochschulangebot verschieben.
Die Universität steht dabei im Wettbewerb um Studienanfängerinnen und Studienanfänger, Absolventinnen und Absolventen, Landes- und Drittmittel sowie hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts unterliegt sie zahlreichen Rechenschaftspflichten.
Das Dezernat 3 informiert regelmäßig über erhaltene Spenden- und Sponsoringeinnahmen sowie über bereits durchgeführte Vergaben im Rahmen der Ex-post-Transparenz. Die Buchführung und Rechnungslegung erfolgen nach den Grundsätzen der kaufmännischen doppelten Buchführung. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften erstellt; berücksichtigt werden dabei die niedersächsische „Betriebsanweisung für Hochschulen in staatlicher Trägerschaft“ und die „Bilanzierungsrichtlinie“.
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bestätigen die Jahresabschlüsse, die anschließend der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Während die neuen Studierenden in diesen Tagen erst einmal Stundenpläne sortieren, Mensen testen und Kontakte knüpfen, läuft im Hintergrund also bereits ein ziemlich umfangreiches System aus Planung, Kontrolle und Veröffentlichung.
