101 Millionen Euro für digitalen Wandel: Neuer Forschungstempel in Dresden!
Die Technische Universität Dresden setzt ein starkes Zeichen für die digitale Zukunft: Mit der Grundsteinlegung des neuen Lehmann-Zentrum-Bürogebäudes wird das Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) auf eine neue Stufe gehoben. Der feierliche Akt fand heute in Anwesenheit wichtiger Persönlichkeiten statt. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger und CIDS-Direktor Prof. Wolfgang E. Nagel sowie Christine Behrens vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement gaben den Startschuss für die Bauarbeiten, die im August 2025 beginnen sollen.
Das neue Forschungsgebäude wird auf einem großzügigen Areal südlich der Nöthnitzer Straße auf rund 11.000 Quadratmetern Platz für bis zu 600 Mitarbeitende des CIDS bieten. „Diese Investition von 101 Millionen Euro, unterstützt durch die EU und den Freistaat Sachsen, ist ein kräftiger Impuls für die digitale Transformation“, so Prof. Staudinger in ihrer Ansprache. Die Fertigstellung ist für 2029 geplant und soll moderne Büroflächen, Seminar- und Besprechungsräume sowie Labore und Werkstätten umfassen.
Fokus auf digitale Transformation
Im Lehmann-Zentrum wird die Forschung und Entwicklung im Bereich IT-Infrastruktur und wissenschaftsnahe Services im Vordergrund stehen. Die offene Gebäudestruktur ist darauf ausgelegt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Themen wie Hochleistungsrechnen, Data Analytics und Künstlicher Intelligenz zu fördern. Das CIDS will somit einen zentralen Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation leisten und wichtige Impulse für digitale Bildungstechnologien und Simulation bieten.
„Wir freuen uns darauf, einen Raum zu schaffen, der Forscher, Lehrende, Entwickler und Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenbringt“, erklärte Prof. Nagel. Die neuen Räumlichkeiten sollen nicht nur für die interne Zusammenarbeit dienen, sondern auch als Plattform für externe Veranstaltungen wie Konferenzen und Workshops genutzt werden, bei denen die Ergebnisse der Forschung sichtbar gemacht werden.
Verknüpfung von Bildung und Wirtschaft
Während die TUD mit ihrem neuen Forschungsgebäude einen bedeutenden Schritt in der digitalen Transformation geht, zeigt das Center for Industry Solutions der University of South Carolina, wie wichtig die Verbindung zwischen Wissenschaft, Industrie und Regierung ist. Dieses Zentrum fördert die Zusammenarbeit zur Unterstützung von Innovationen und wirtschaftlichem Wachstum im Bundesstaat South Carolina. Solche Initiativen sind ebenfalls ein Zeichen dafür, wie Hochschulen ihre Expertise zur Lösung realer Herausforderungen einsetzen können.
In Deutschland ist dieser interdisziplinäre Ansatz nicht neu; auch die Frankfurt School of Finance & Management hat mit dem Centre for Digital Economics eine Plattform geschaffen, die Brücken zwischen Finanzen, Wirtschaft und Technologie schlägt. Dieses Zentrum, umbenannt aus dem Frankfurt School Blockchain Center, hat sich zum Ziel gesetzt, praxisnahe Lösungen für die digitale Transformation zu entwickeln und bietet u.a. auch einen neuen Master in Financial Technology an.
Es tut sich also einiges in der deutschen Forschungslandschaft, und es bleibt spannend zu beobachten, wie der digitale Wandel in der Lehre und Forschung weiter vorangetrieben wird.
