TU Chemnitz verzeichnet 19 Prozent mehr Studienanfänger zum Wintersemester 2026/2027
An der TU Chemnitz steigt das Interesse am Studium. Für das Wintersemester 2026/2027 haben sich bislang rund 2.300 Studienanfängerinnen und Studienanfänger neu eingeschrieben – 19 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Ganz fertig ist die Zahl allerdings noch nicht: Bewerbungen sind bis Ende Oktober möglich.
Die Universität bietet im kommenden Wintersemester 115 Studiengänge an. Besonders gefragt sind Psychologie, Web Engineering, Embedded Systems, Foundations in Data Science und Lehramt an Grundschulen. In jedem dieser Fächer gibt es bislang deutlich mehr als 100 Einschreibungen im ersten Fachsemester. Die offizielle Immatrikulationsfeier für die Erstsemester ist für Freitag, den 9. Oktober, geplant.
Mehr Nachfrage, aber eine kleinere Hochschule als 2015
Der aktuelle Zuwachs fällt vor dem Hintergrund einer längerfristig rückläufigen Studierendenzahl auf. An der TU Chemnitz waren 2015 insgesamt 11.410 Studierende erfasst, 2025 waren es 8.447 regulär eingeschriebene Studierende. Einschließlich Studienkollegiaten, Gasgehörern und beurlaubten Studierenden lag die Gesamtzahl 2025 bei 8.642: darunter 7 Studienkollegiaten, 114 Gasgehörer und 74 beurlaubte Studierende.
Für 2025 weist die Universität 1.620 Studienanfänger im 1. Hochschulsemester und 2.699 Studierende im 1. Fachsemester aus. 4.462 Studierende waren männlich, 3.985 weiblich. 2.819 Studierende kamen aus dem Ausland, darunter 2.648 Bildungsausländer. Die Angaben für 2025 sind vorläufig und beruhen überwiegend auf Daten des Statistischen Landesamts Sachsen.
In den Fakultäten und Einrichtungen zeigt sich die Breite der Hochschule: Die Naturwissenschaften kommen auf 629 Studierende, die Mathematik auf 317. Im Maschinenbau sind 934 Studierende eingeschrieben, in der Elektrotechnik und Informationstechnik 977. Die Informatik zählt 1.231 Studierende, die Wirtschaftswissenschaften 956. Auf die Philosophische Fakultät entfallen 1.275, auf die Human- und Sozialwissenschaften 1.372 Studierende. Das Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung zählt 660 Studierende, das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer 96 Studierende mit Einschreibung an der TU Chemnitz.
Institute, Professuren und Nachwuchs
Organisiert ist die TU Chemnitz in 25 Instituten. Hinzu kommen 171 Professuren und 11 besetzte Juniorprofessuren. In den einzelnen Bereichen reicht die Ausstattung von zwei Instituten, 23 Professuren und einer Juniorprofessur in den Naturwissenschaften bis zu zehn Instituten und 29 Professuren im Maschinenbau. Die Philosophische Fakultät arbeitet mit sechs Instituten, 29 Professuren und fünf Juniorprofessuren; die Human- und Sozialwissenschaften mit drei Instituten, 19 Professuren und einer Juniorprofessur.
2025 wurden an der Universität 119 Promotionen und sechs Habilitationen abgeschlossen. Zum Vergleich: 2015 waren es 132 Promotionen und sieben Habilitationen. Die wissenschaftliche Infrastruktur reicht vom Forschungscluster MERGE und dem Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) bis zum Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien. Genannt werden außerdem Großforschungsprojekte sowie An-Institute und Forschungspartner.
Zum 1. Januar 2025 verfügte die TU Chemnitz über 1.188 Haushaltsstellen. Auf das wissenschaftliche Personal einschließlich Professuren entfielen 562 Stellen, auf das nichtwissenschaftliche Personal 591; dazu kamen 35 Auszubildende. Aus Drittmitteln, Sondermitteln und dem Zukunftsvertrag wurden 1.170 Stellen finanziert, darunter 1.018 für wissenschaftliches und 153 für nichtwissenschaftliches Personal. Außerdem gab es 79 Lehrbeauftragte. 2015 waren 1.219 Haushaltsstellen und 1.109 dritt- beziehungsweise sondermittelfinanzierte Stellen ausgewiesen.
Bibliothek, Rechenzentrum und Geld für Forschung
Zum Hochschulalltag gehören die Universitätsbibliothek und das Universitätsrechenzentrum ebenso wie das Internationale Universitätszentrum und das Zentrum für Fremdsprachen. Für Lehre und Forschung gibt es die Hochschuldidaktik Sachsen, das Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs, das Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung sowie das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer. Ergänzt wird das Angebot durch das Zentrum für Sport und Gesundheitsförderung und das Zentrum für Mensch und Technik (MeTech).
Im Jahr 2025 lag das Haushaltsbudget bei 112,5 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Drittmitteln betrugen 91,6 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren für den Haushalt 119,2 Millionen Euro veranschlagt, während die Drittmitteleinnahmen bei 81,7 Millionen Euro lagen.
Nun richtet sich der Blick erst einmal auf den Hörsaal und die neuen Gesichter. Am 6. Oktober 2026 sind es noch drei Tage bis zur Immatrikulationsfeier – und vermutlich bleibt bis dahin manches Formular, mancher Umzugskarton und die eine oder andere offene Frage auf dem Campus in Chemnitz.
