Heute, am 10.10.2026, füllt sich der Campus der Uni Halle wieder mit neuen Gesichtern. Mehr als 11.000 Studierende beginnen im Wintersemester 2026/27 an Hochschulen und Universitäten in Sachsen-Anhalt ein neues Studium. Die Zahlen sind vorläufig, Prognosen eingeschlossen – und bis zum Monatsende kann noch eingeschrieben werden.

In dieser Zahl stecken nicht nur klassische Erststudierende. Auch Menschen, die ein weiterführendes Masterstudium aufnehmen, zählen dazu. Für viele beginnt damit ein neuer Alltag zwischen Hörsaal, Mensa und der etwas nervösen Suche nach dem richtigen Raum.

Halle liegt vorn, Magdeburg wächst

Die meisten Neueinschreibungen verzeichnet die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Knapp über 4.000 Studierende haben sich dort bislang für ein neues Studium eingeschrieben, darunter 760 angehende Lehrkräfte. Das Einschreibungsniveau sei stabil, teilt die Universität mit.

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beginnen rund 3.000 Studierende ihr Studium. Die Universität kommt insgesamt auf mehr als 13.100 Studierende und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Auffällig ist dort der internationale Anteil: 44 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland.

Die Hochschule Anhalt meldet an ihren Standorten Dessau, Köthen und Bernburg 1.373 neue Studierende. Das sind fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr – ein kräftiger Sprung, der sich in den Fluren und bei der Suche nach Sitzplätzen vermutlich recht schnell bemerkbar macht.

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Medizin, Kunst und viele Herkunftsländer

An den Medizinischen Fakultäten in Halle und Magdeburg beginnen zusammen 571 Studierende ein Studium. 430 von ihnen studieren Humanmedizin. Die übrigen verteilen sich auf Zahnmedizin, Pflege, Hebammenwissenschaften und weitere Studienangebote.

Wie unterschiedlich die Hochschulen zusammengesetzt sind, zeigt der Blick auf die internationalen Studierenden. An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle liegt ihr Anteil bei 12 Prozent. Darunter sind unter anderem Studierende aus Südkorea, Russland, China und der Ukraine. An der Hochschule Harz beträgt der Anteil rund 11 Prozent, an der Universität Halle 9,6 Prozent.

Die landesspezifischen Hochschuldaten des CHE ordnen solche Zahlen in größere Linien ein. Die Übersicht betrachtet Hochschulen und Hochschulstandorte ebenso wie die Verteilung der Studierenden nach Hochschultyp, Trägerschaft und Studienfach. Auch Studienanfängerinnen und Studienanfänger sowie beliebte Studienfächer werden erfasst.

Mehr als Einschreibungen

Zum Bild gehören außerdem Studienabschlüsse und Abschlussarten, die Studienzufriedenheit – unter anderem auf Grundlage des CHE-Hochschulrankings – sowie Zugangsbeschränkungen und deren Entwicklung. Untersucht wird auch, wie viele Menschen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung studieren, wie Teilzeitstudierende und Teilzeitstudiengänge sich entwickeln und welchen Anteil das duale Studium erreicht.

Für Halle und das ganze Land ist zudem das Lehramtsstudium ein eigener Datenbereich, einschließlich der entsprechenden Studienabschlüsse. Hinzu kommen Fragen der Studienfinanzierung und des BAföG-Bezugs. Wer hinter den Zahlen arbeitet, wird ebenfalls berücksichtigt: zum Hochschulpersonal zählen Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Hochschuldaten für Sachsen-Anhalt sind in der Datenbank Genesis-Online verfügbar. Rechtlicher Rahmen ist das Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA). Wer vergleichen möchte, kann über eine Karte auch Daten zu anderen Bundesländern auswählen.

Bis Monatsende bleibt also Bewegung in den Statistiken. Hier in Halle ist derweil schon deutlich, dass das neue Semester nicht leise anläuft: Türen klappen, Fahrräder scheppern über das Pflaster, und irgendwo fragt wieder jemand, in welchem Gebäude eigentlich die erste Veranstaltung stattfindet.