Am 26. Juni 2026 feierte die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald ein bedeutendes Jubiläum: ihr 75-jähriges Bestehen. Zu diesem festlichen Anlass versammelten sich rund 150 Gäste aus Politik, Gesellschaft sowie Wissenschaft, darunter Mitarbeitende und Studierende, um die lange Geschichte und die Erfolge der Fakultät zu feiern. Wissenschaftsministerin Bettina Martin würdigte die Fakultät für ihre Forschungsstärke und die Bedeutung, die sie für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte hat.

Die Geschichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist eng verbunden mit den Hochschulreformen der DDR. Sie wurde am 28. Juli 1951 gegründet, in einer Zeit, in der Mathematik und Naturwissenschaften aus der Philosophischen Fakultät ausgegliedert wurden, um die naturwissenschaftliche Ausbildung zu stärken. Diese Reformen wurden von der SED initiiert, um Wissenschaft und Forschung enger mit der Planung der sozialistischen Wirtschaft zu verknüpfen. Es ist zu beachten, dass der Begriff „Produktionskraft Wissenschaft“ erstmals im SED-Parteiprogramm von 1963 als zentral für den technologischen Aufschwung bezeichnet wurde.

Fakultätsprofil und Forschungsstärke

Die Wurzeln der Fakultät reichen bis zur Gründung der Universität im Jahr 1456 zurück, als bereits Fächer wie Biologie, Mathematik und Physik gelehrt wurden. Im Wintersemester 2025/26 waren mehr als 3.500 Studierende in 40 Studiengängen eingeschrieben, die von 82 Professor*innen und etwa 700 Mitarbeitenden betreut werden. Die Fakultät vereint eine Vielzahl von Fachrichtungen, darunter Biochemie, Biologie, Data Science, Geographie, Geologie, Mathematik, Informatik, Pharmazie, Physik und Psychologie.

Ein besonderes Augenmerk legt die Fakultät auf Umwelt-, Klima- und Moorforschung sowie auf die Plasmaphysik. Dekan Prof. Dr. Matthias Eschrig hob in seiner Ansprache die Stärke der Fakultät im Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen hervor, eine Stärke, die sich auch in der aktiven Teilnahme an großen Forschungsverbünden zeigt. Besonders hervorzuheben sind die Sonderforschungsbereiche/Transregios CONCENTRATE und WETSCAPES 2.0, in denen interdisziplinäre Kooperationen mit außeruniversitären Partnerinstitutionen und internationalen Hochschulen stattfinden.

Festakt und Ausblick

Im Rahmen des Feiertages plant die Fakultät auch, am 27. Juni 2026 im Rahmen des Tags der Wissenschaft ihre Türen für die Öffentlichkeit zu öffnen. Diese Art von Veranstaltungen zeigt das Engagement der Fakultät für den Dialog mit der Gesellschaft. Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel betonte die kontinuierliche Erneuerung der Fakultät und den Bedarf, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen durch Forschung und Lehre zu adressieren.

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Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald hat nicht nur eine lange Tradition, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle in der heutigen Wissenschaftslandschaft Deutschlands. Mit ihrer erfolgreichen Ausbildung von Lehrer*innen, Naturwissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Pharmazeut*innen ist sie von erheblicher Bedeutung für die Gesellschaft und die Entwicklung zukünftiger Generationen.

Weitere Informationen zur Geschichte und den Aktivitäten der Fakultät finden sich auf den Seiten der Universität Greifswald und bei der Bundeszentrale für politische Bildung, die die bildungspolitischen Rahmenbedingungen in der DDR näher beleuchtet (Greifswald, bpb).