Innovative Medizin: GeneNovate® fördert bahnbrechende Therapien in München!
Am 25. Juni 2026 fand in München die Abschlussveranstaltung der dritten Runde des GeneNovate® Entrepreneurship-Programms statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden vier innovative Projektideen ausgezeichnet, die sich mit der Entwicklung neuer medizinischer Lösungen in der Krankenversorgung beschäftigen. Insgesamt 25 Ideen und Geschäftsmodelle wurden vorgestellt, darunter zwei herausragende Projekte von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU): „AlzDetect“, ein Bluttest zur frühzeitigen Diagnose der Alzheimer-Krankheit, und „NeoReGenesis“, eine CAR-T-Therapie zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes.
Das GeneNovate® Programm, das seit seinem Start im Jahr 2024 aktiv ist, unterstützt Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen bei der Entwicklung von gen- und zellbasierten Therapien (GCT). Diese Therapien bieten neue Behandlungsmöglichkeiten für schwere oder seltene Krankheiten, setzen jedoch hohe Anforderungen an die Entwickler, insbesondere hinsichtlich der langen Entwicklungszeiten und komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen. Bislang nehmen rund 200 Teilnehmende aus ganz Deutschland an den 18 Trainings- und Mentoring-Modulen des Programms teil.
Förderung innovativer Therapien
Die Gewinnerteams des Wettbewerbs um die besten Ideen – MACULA PATCH, Next-PA, ReRetina und ZELF – erhalten Coaching, um ihre Ideen zu verifizieren und weiterzuentwickeln. GeneNovate® wird dabei vom Nationalen Netzwerkbüro GCT Germany koordiniert, welches über 50 Institutionen aus neun deutschen Regionen vereint. Besonders aktiv in der Rhein-Main-Region sind die JGU, die Universitätsmedizin Mainz, die Goethe-Universität Frankfurt und die Technische Universität Darmstadt.
Die Bedeutung von gen- und zellbasierten Therapien wird auch durch die nationalen Strategien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstrichen. Laut dem BMFTR ermöglichen diese Therapien eine personalisierte Medizin zur Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs und Erbkrankheiten. Deutschland strebt an, seine Position im Bereich Forschung und Entwicklung von technologischen Innovationen in diesem Sektor zu stärken und finanziert verschiedene Initiativen zur Unterstützung dieser Vorhaben.
Herausforderungen und Ausblick
Die Herausforderungen bei der Entwicklung von weiterentwickelten Therapien sind enorm. Lange Entwicklungszeiten, hohe finanzielle Risiken und komplexe Herstellungsprozesse machen es schwer, gen- und zellbasierte Therapien in der klinischen Anwendung zu etablieren. Um diese Probleme zu überwinden, fördert das BMFTR Technologien zur effizienteren Herstellung von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMPs).
Ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Strategie, die im Jahr 2024 veröffentlicht wurde, sind acht Handlungsfelder, die unter anderem die Vernetzung der Stakeholder, die Ausbildung und Kompetenzstärkung sowie den Technologietransfer adressieren. Diese Strategie spielt eine zentrale Rolle in den Bemühungen, die Forschung und Entwicklung im Bereich gen- und zellbasierte Therapien voranzutreiben und die Bedingungen für die erfolgreiche Integration dieser innovativen Lösungen in die medizinische Versorgung zu schaffen.
