Abstiegskampf und Titelrennen: Die ADMIRAL Frauen Bundesliga vor der Winterpause
Am 12. Spieltag der ADMIRAL Frauen Bundesliga trafen SK Rapid Wien und die SPG Hartberg/Südburgenland aufeinander. Gespielt wurde im Zeichen des Abstiegskampfs: Die SPG lag mit sieben Punkten auf Platz acht, Rapid mit sechs Zählern direkt dahinter auf Rang neun.
Beide Teams schleppten zudem eine überschaubare Formkurve mit sich herum. Hartberg/Südburgenland hatte aus den vergangenen fünf Partien nur einen Sieg geholt, Rapid war in diesem Zeitraum ohne Erfolg geblieben. Entsprechend wurde die Begegnung als „Sechs-Punkte-Spiel“ eingeordnet. Für die SPG stand besonders viel auf dem Spiel, weil ein Sieg den Abstand zu BW Linz hätte vergrößern können. Kurz vor dem Anpfiff deutete vieles auf eine umkämpfte Partie hin.
Rapid startet mit Druck
Rapid kam früh mit Schwung aus der Kabine. In der 2. Minute geriet Graf unter frühen Druck und spielte den Ball sicherheitshalber zurück. Eine Minute später bekam die SPG, die in auffälligen orangefarbenen Trikots auftrat, einen Freistoß.
Der ruhte Ball flog in der 4. Minute gefährlich ins Zentrum, doch Rapid klärte. Der Nachschuss rauschte weit am Tor von van Niehoff vorbei. Kurz darauf bekam Rapid den nächsten Eckball. In der 6. Minute mussten die Gäste im letzten Moment klären.
Auch der nächste Standard der SPG sorgte für Unruhe: In der 7. Minute kam ein Freistoß aus rund 30 Metern scharf ins Zentrum. Wieder war eine Rapid-Verteidigerin rechtzeitig zur Stelle. Viel Gerangel, wenig Luft zum Durchatmen.
Der Blick auf den Jahresabschluss
Zum Abschluss der Herbstsaison steht in der ADMIRAL Frauen Bundesliga die 14. Runde an. Die Rückrunde beginnt im Februar 2026. Auf dem Spielplan stehen RB Salzburg gegen First Vienna FC 1894, FK Austria Wien gegen SK Sturm Graz, USV Neulengbach gegen SKN St. Pölten, SPG Südburgenland/TSV Hartberg gegen SCR Altach sowie das Linzer Stadtderby zwischen FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen und dem LASK.
RB Salzburg empfängt am Samstag, 6. Dezember 2025, First Vienna. Salzburg hat sich in der ersten Saison als RB Salzburg in den Top fünf etabliert und kann mit einem Sieg noch Rang vier erreichen. Vienna liegt mit zwölf Punkten auf Platz sieben, holte zuletzt ein Unentschieden gegen Tabellenführer Austria Wien und gewann das Hinspiel gegen Salzburg mit 2:0. Trainer Mark Dobrounig möchte die positiven Leistungen der vergangenen Spiele bestätigen und mit drei Punkten in die Winterpause gehen.
In der Generali Arena treffen die noch ungeschlagenen Tabellenführerinnen von Austria Wien auf den Tabellendritten aus Graz. Zehn Punkte liegen zwischen Austria und Sturm. Das Hinspiel entschied Austria durch ein spätes Tor von Almedina Sisic mit 1:0 für sich. Austria-Trainer Stefan Kenesei bezeichnete Sturm als eines der Teams mit konstant guten Leistungen, Ergebnissen und einer klaren Spielidee. Wien will ungeschlagen überwintern und das Jahr mit drei Punkten abschließen.
Neulengbach geht nach dem 2:1 beim LASK mit Rückenwind in das Duell gegen St. Pölten. Durch den Sieg wuchs der Abstand zum Abstiegsplatz auf sieben Punkte. St. Pölten bringt die beste Offensive und die zweitbeste Defensive der Liga mit; das Hinspiel gewann St. Pölten 2:0. Bei einem eigenen Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Austria Wien könnte St. Pölten punktgleich mit dem Tabellenführer werden. Trainer Laurent Fassotte verlangt eine Bestätigung des jüngsten 6:0 gegen Salzburg und warnt zugleich vor dem zuletzt erfolgreichen Neulengbach.
Für den Aufsteiger Südburgenland/Hartberg geht es gegen Altach darum, nicht als Tabellenletzter in die Winterpause zu gehen. Altach gewann drei der vergangenen fünf Ligaspiele und kann die Herbstsaison mit einem weiteren Erfolg noch auf Rang drei beenden. Das Hinspiel endete mit einem 6:3-Heimsieg für Altach. SPG-Trainer Michael Thek fordert angesichts der Tabellensituation mehr Einsatz von seiner Mannschaft.
Im Linzer Stadtderby empfängt FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen den LASK. Der LASK steht auf Rang sechs im Tabellenmittelfeld, Blau-Weiß ist nur einen Punkt vom Tabellenende entfernt. Vor der Länderspielpause gewann Blau-Weiß auswärts gegen Südburgenland/Hartberg mit 6:2 und erreichte außerdem das Viertelfinale des ÖFB Frauen Cups. Das Hinspiel ging mit 1:0 an den LASK, doch in der Vorsaison war Blau-Weiß mit drei Siegen und einem Unentschieden gegen den LASK überlegen. Co-Trainer Orhan Karacam kündigt an, diesmal drei Punkte holen zu wollen.
