Barleben feiert regionale Verbundenheit mit Erntefest, Kunsthandwerk und Vereinsengagement
Am Samstag, 28. September, wurde in Barleben der „Tag der Regionen“ mit Erntefest gefeiert. Mittendrin: Dietmar Neubauer aus Loitsche, Kunsthandwerker und Verkäufer dekorativer Holzfiguren. An seinem Stand standen die Menschen dicht an dicht, viele blieben länger – und die bunten Vogelhäuschen sowie die Holzfiguren gingen weg wie warme Semmeln.
Neubauer trug eine graublaue Melone. Ein kleines Detail, das zwischen Holz, Farbe und Besucherstimmen sofort ins Auge fiel. Auch bei einer Veranstaltung in Sandbeiendorf waren seine Kunstwerke stark nachgefragt. Die Verkaufserlöse waren für einen guten Zweck bestimmt. Dahinter steht laut dem Bericht eine berührende Geschichte; konkrete Einzelheiten dazu enthält der bereitgestellte Text allerdings nicht.
Erntefest, Jury und Musik
Eröffnet wurde die Veranstaltung in Barleben um 14 Uhr von Bürgermeister Frank Nase. Im Mittelpunkt standen die geschmückten Stände der örtlichen Gartenvereine – mit Gärten und Blumenarrangements, bei denen offenbar nicht nur der grüne Daumen, sondern auch ein bisschen Ehrgeiz im Spiel war.
Eine Jury aus der Gurkenkönigin, der Heidekönigin und Vertretern der regionalen Schützenkönige bewertete die schönsten Stände, den prächtigsten Gartenstrauß und die beste Frucht des Jahres 2024. Der Heimatverein nahm die Einsendungen entgegen und anonymisierte sie. Wer gewonnen hatte, blieb bis zur Preisverleihung geheim.
Für Kinder gab es verschiedene Spielangebote. Ein DJ sorgte für Musik und lud zum Tanzen ein, während örtliche Vereine Speisen und Getränke anboten. Auf dem nördlichen Parkplatz der Mittellandhalle kamen zusätzliche Stände mit Wein und Kunsthandwerk dazu – dort also noch ein Ort, an dem man sich leicht festquatschen konnte.
Ein Aktionstag mit langer Geschichte
Der „Tag der Regionen“ findet jährlich rund um das Erntedankfest statt. Der bundesweite Aktionszeitraum reicht von Anfang September bis Ende Oktober. In ganz Deutschland gibt es in dieser Zeit Hunderte Veranstaltungen: Feste und Märkte, Workshops und Führungen, Mitmachaktionen.
Die bundesweite Veranstaltungsplattform besteht seit 1999. Koordiniert wird das Projekt vom Bundesverband der Regionalbewegung e. V.; getragen wird es von lokalen Initiativen, Organisationen, Unternehmen, Kommunen und engagierten Einzelpersonen. Mitmachen können landwirtschaftliche Betriebe, Handwerksbetriebe, Gastronomiebetriebe und Kantinen, Gemeinden und Kommunen, Vereine und Initiativen sowie Privatpersonen. Jede und jeder kann eine eigene Veranstaltung anmelden – unabhängig von ihrer Größe.
In den Regionen engagieren sich landwirtschaftliche, lebensmittelverarbeitende und handwerkliche Betriebe, Direktvermarktende, lokale Gastronomiebetriebe und weitere Akteure für kurze Wege, nachhaltige Lösungen und eine zukunftsfähige Regionalwirtschaft. Der Aktionstag bringt dabei unterschiedliche Gruppen zusammen: Landwirtschaftliche Betriebe mit regionalen Lebensmitteln, Gastronomien und Kantinen, die regionale Produkte verarbeiten, bündelnde und dienstleistende Akteure mit kurzen Wegen und lokalen Netzwerken sowie Vereine, Initiativen und Kommunen, die sich für nachhaltiges Wirtschaften, Bildung und Kultur einsetzen. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher, die regionale Angebote unterstützen, gehören dazu.
So soll sichtbar werden, wie vielfältig und lebendig Regionen sind und welche Bedeutung regionale Wirtschaftskreisläufe haben. Der „Tag der Regionen“ rückt Engagement in Stadt und Land, regionale Wertschöpfung, bewussten Konsum, nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Die Veranstaltungen sollen Menschen vor Ort zusammenbringen und zeigen, was regionale Strukturen für Lebensqualität und Zusammenhalt bedeuten können – manchmal mit einem Vogelhäuschen, manchmal mit einem Gartenstrauß und ziemlich oft bei Musik und einer Portion Essen vom Vereinsstand.
