Auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mainz ist es am Samstag, dem 26. September 2026, zu einem Brand und einer technischen Störung gekommen. Infolge des Brandes fiel die Stromversorgung kurzzeitig aus. Die Uniklinik schaltete deshalb auf Notstrom um.

Für Patientinnen und Patienten war die Situation nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährlich. Trotzdem nahm die Uniklinik vorsorglich zunächst keine neuen Patientinnen und Patienten auf – auch die zentrale Notaufnahme blieb davon nicht ausgenommen. Ein Teil des Gebäudes konnte zwischenzeitlich wieder mit Strom versorgt werden.

Feuerwehr und Katastrophenschutz im Einsatz

Die Feuerwehr Mainz rückte gemeinsam mit weiteren Einheiten des medizinischen Katastrophenschutzes aus. Auf dem gesamten Gelände lief die Versorgung während der technischen Störung über Notstrom. Wie lange die Einschränkungen genau dauerten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Der Bericht der „Allgemeinen Zeitung“ wurde ursprünglich um 18:56 Uhr veröffentlicht und um 19:30 Uhr aktualisiert. Der Stand der Angaben des Südwestrundfunks war 26. September 2026, 19:34 Uhr.

Warum Kliniken für solche Lagen vorsorgen

Dass Krankenhäuser bei Stromausfällen und anderen Schadenslagen auf vorbereitete Abläufe zurückgreifen, ist kein Zufall. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe liegt die Gesetzgebungskompetenz für Gefahrenabwehr und Gesundheitswesen laut Grundgesetz bei den Bundesländern. Alle Länder verpflichten Krankenhäuser in ihren Landeskrankenhausgesetzen dazu, Vorsorge für unterschiedliche Schadensszenarien zu treffen.

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Der Bund ist für die Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung zuständig. In einem Bündnis- oder Verteidigungsfall käme Kliniken eine besonders wichtige Rolle im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz zu: Je nach Szenario müssten zivile Krankenhäuser neben zahlreichen verletzten oder erkrankten Zivilpersonen auch viele verwundete Soldaten versorgen.

Mit Maßnahmen der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung, kurz KAEP, verfolgt der Bund deshalb das Ziel, deutsche Krankenhäuser bereits in Friedenszeiten grundlegend zu schützen. Dazu gehört auch ein Ende 2020 veröffentlichtes Handbuch. Der Basisschutz soll zugleich auf Zivilschutzlagen vorbereiten – im Klinikalltag klingt das trocken, bei einem echten Ausfall zählt dann jede vorbereitete Handbewegung.

Quelle: SWR
Quelle: Allgemeine Zeitung
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe