Bremen: Lutz Mädler wird neuer Vizepräsident der DFG!
Professor Lutz Mädler von der Universität Bremen wurde als neuer Vizepräsident in das Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt. Dabei wird Mädler ab dem 1. Januar 2027 in dieser wichtigen Position tätig sein. In seinem neuen Amt wird er die strategische Ausrichtung der DFG weiterentwickeln und wissenschaftspolitische Themen bearbeiten.
Die DFG ist die größte Forschungsförderorganisation Deutschlands und spielt eine entscheidende Rolle bei der Vergabe von Fördersummen in Milliardenhöhe. Mädler wird die Wissenschaft gegenüber verschiedenen Institutionen, darunter Politik und Hochschulen, vertreten. Die Novemberwahl ist von großer Bedeutung, weil er zusammen mit Professorin Kerstin Schill, die seit 2019 im DFG-Vizepräsidium tätig ist, die Universität Bremen im Präsidium repräsentiert.
Wissenschaftlicher Werdegang und Engagement
Lutz Mädler, geboren 1971, ist ein erfahrener Physiker und Ingenieur für Verfahrenstechnik. Er studierte Technische Physik an der Technischen Hochschule Zwickau und schloss 1996 mit einem Diplom ab. Daraufhin erwarb er 1999 an der Bergakademie Freiberg seinen Doktortitel in Verfahrenstechnik. Seine akademische Laufbahn führte ihn unter anderem zum Fraunhofer Institut für Toxikologie und Aerosolforschung, wo er von 1996 bis 1999 tätig war, sowie zur ETH Zürich, wo er 2003 habilitierte.
Seit 2008 ist Mädler Professor für mechanische Verfahrenstechnik an der Universität Bremen und hat sich durch bedeutende Forschungsprojekte, wie die Entwicklung einer verbesserten Flammensprühpyrolyse zur Erzeugung von Nanopartikeln, einen Namen gemacht. Zudem untersuchte er die Toxizität dieser Nanoteilchen und deren Auswirkungen auf menschliches Gewebe.
Aufgaben und Herausforderungen als Vizepräsident
Mädler betont in seinen Aussagen die Notwendigkeit exzellenter Wissenschaft sowie den Mut zum Transfer und Austausch, um aktuelle technologische und wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern. Sein umfassendes Engagement in zahlreichen Fachgremien, darunter die Leitung des DFG-Schwerpunktprogramms „HeteroAggregates“ seit 2020, zeigt seine hohe Fachkompetenz und seinen Einfluss in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
Die Rektorin der Universität Bremen, Professorin Jutta Günther, gratulierte Mädler herzlich zu seiner Wahl und wies auf die unverzichtbare Rolle der DFG in der deutschen Forschungslandschaft hin. Mit seiner Wahl wird Mädler in das bedeutende Leitungsgremium der DFG aufgenommen, das einen wesentlichen Einfluss auf die Forschungsförderung in Deutschland hat.
Weitere Informationen über die DFG und ihre Arbeit sind auf der offiziellen Webseite der DFG unter www.dfg.de verfügbar.
