In einer spannenden Neuausrichtung hat der Senat der Universität Oldenburg heute entschieden, das Universitätspräsidium von fünf auf sechs Mitglieder zu erweitern. Diese Entscheidung wird ab September wirksam, wenn die neuen Vizepräsidenten ihre Ämter antreten. Unter den neu ernannten Mitgliedern sind Gun-Britt Kohler, Michael Wark und Matthias Wendland, die frischen Wind in die Leitungsstruktur bringen werden. Prof. Dr. Ralph Bruder, der bereits an der Spitze der Universität steht, wurde vorzeitig wiedergewählt und setzt damit seinen Kurs als Universitätspräsident fort.

Besonders spannend bleibt die Aufteilung der neuen Vizepräsidentenressorts. Michael Wark wird als Vizepräsident für Forschung und Transfer tätig sein und plant, die Zusammenarbeit mit der Universität Bremen zu intensivieren. „Wir wollen Forschungsergebnisse stärker in die Öffentlichkeit bringen“, betont Wark, der zudem Hochschullehrer für Technische Chemie und Dekan der Fakultät V ist. Er hat also nicht nur das notwendige Fachwissen, sondern auch einen weitreichenden Kontakt zu anderen Institutionen, um seine Ziele zu erreichen.

Engagement für Chancengleichheit und Digitalisierung

Gun-Britt Kohler, die neu ernannte Vizepräsidentin für Akademische Karrierewege, Chancengleichheit und Internationales, hat sich ebenfalls große Ziele gesteckt. Sie möchte die internationale Vernetzung der Universität im Rahmen der Northwest Alliance verbessern und die Situation der Beschäftigten an der Universität stärken. Auch Matthias Wendland hat klare Vorstellungen: Als Vizepräsident für Digitalisierung sieht er Künstliche Intelligenz als einen zentralen Bestandteil der Digitalisierungsstrategie der Universität. Wendland, der Professor für Bürgerliches Recht und das Recht der digitalen Transformation ist, wird sicher seinen Beitrag leisten, um die Universität in dieser Hinsicht voranzubringen.

Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war die Wiederwahl von Andrea Strübind für eine zweite Amtszeit als Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Strübind hebt die Wichtigkeit von Künstlicher Intelligenz für Lehr- und Lernprozesse hervor und plant umfassende Reformen im Prüfungswesen, um diese digitalen Inhalte optimal zu integrieren.

Amtszeiten und Zukunftsperspektiven

Die Amtszeiten der Vizepräsidenten verlängern sich von zwei auf drei Jahre, was eine langfristigere Planung und Entwicklung innerhalb der Universitätsleitung ermöglichen soll. Der Senat wird diese Entscheidungen zusammen mit dem Hochschulrat dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur vorlegen, um die formale Bestätigung zu erhalten.

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Insgesamt verspricht die neue Leitung, ein gutes Händchen bei der Führung und Weiterentwicklung der Universität zu haben. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen in der Hochschullandschaft, insbesondere im Bereich von Digitalisierung und Chancengleichheit, wird es spannend sein zu beobachten, welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden. Allen neuen Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten stehen packende Aufgaben bevor, um die Position der Universität Oldenburg weiter zu festigen und auszubauen.