Am 6. April 2026 wurde Prof. Dr. Sven Michel, der an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg (BTU) lehrt und Präsident der Deutsch-Arabischen Hochschulkonferenz (DAHK) ist, mit dem Sino-Phil Asia International Peace Award 2026 ausgezeichnet. Diese Ehrung, die von der Sino-Phil Asia International Peace Awards Foundation in Manila, einer im System der Vereinten Nationen registrierten NGO, vergeben wird, macht ihn zum „Peace Laureate 2026“. Die feierliche Preisübergabe wird im November 2026 in Manila stattfinden und verspricht eine internationale Beteiligung aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Die offizielle Ankündigung dieser Auszeichnung kam von Dr. Sir Billy Chan, Prof. Sir Manson Fok und US-Senator Emanuel Jones. Der Friedenspreis würdigt besonders jene Personen, die sich durch ihre Arbeit in den Bereichen Frieden, Entwicklung und internationaler Zusammenarbeit hervorgetan haben. Prof. Michel gehört zu einer Gruppe von Laureaten, die in der Vergangenheit auch Staats- und Regierungschefs sowie herausragende Vertreter aus verschiedenen anderen Bereichen umfasst hat.

Anerkennung für Bildungsprojekte im Irak

Ein bedeutender Teil von Prof. Michels Engagement bezieht sich auf die Entwicklung von Hochschulstrukturen im Irak und im arabischen Raum. Zu den Initiativen, die zur Auszeichnung führten, zählen die Verbesserung von Studienangeboten, die Erweiterung von Ausbildungsstrukturen und die Förderung des Zugangs zu akademischer Bildung. Diese Programme haben nicht nur die Anschlussfähigkeit an europäische und deutsche Bildungsabschlüsse in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz gestärkt, sondern auch den Anteil von Frauen in Studiengängen und in der akademischen Ausbildung erhöht.

Zusätzlich umfasst sein Engagement Projekte im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich, insbesondere in der Kryochirurgie. Führende Mediziner wie Prof. Nikolai Korpan und Prof. Sir Manson Fok sind an diesen Vorhaben beteiligt, die zur Verbesserung der medizinischen Ausbildung und Forschung im Irak beitragen.

Bildungssituation im Irak

Die Bildungslandschaft im Irak weist sowohl Herausforderungen als auch Fortschritte auf. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet umfassende Informationen über das Hochschulsystem im Irak, das sich durch staatliche und private Universitäten sowie technologische Institute auszeichnet. Im kurdischen Raum gibt es insgesamt 31 Universitäten, während im Zentral- und Südirak Institutionen wie die University of Babylon, die University of Mosul und die University of Baghdad führend sind.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Sicherheitslage ist jedoch eine erhebliche Hürde für die Bildungsentwicklung. Während die kurdischen Universitäten eine höhere Anzahl an staatlichen Einrichtungen aufweisen, sind die Gebühren für private Universitäten in der Region oft sehr hoch. Die meisten staatlichen Hochschulen hingegen sind gebührenfrei. Der Einfluss des kurdischen Hochschulministeriums auf die tertiäre Bildung ist stark, was die Entscheidungsfreiheit der Universitäten einschränkt.

In der Vergangenheit haben viele Absolventen aus dem Irak angestrebt, ihre Studien im Ausland fortzusetzen. Dies ist oft eine Reaktion auf das vergleichsweise niedrige Ausbildungsniveau an den örtlichen Hochschulen sowie auf die mangelhaften Arabischkenntnisse bei vielen Ange-hörigen der neuen Generation.

Der DAAD informiert ebenfalls über die Internationalisierung und Bildungskooperationen, die für die zukünftige Entwicklung der Hochschulbildung im Irak von zentraler Bedeutung sind.