Am 9. Juli 2026 wurden Dr. Franziska Ingendahl von der Technischen Universität Darmstadt und Dr. Fiona Kazarovytska von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Heinz-Heckhausen-Preis 2026 ausgezeichnet. Dieser Preis, der von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie verliehen wird, ist mit 1000 Euro dotiert und würdigt herausragende Dissertationen im Hauptfach Psychologie. Die Preisverleihung findet am 7. September 2026 im Rahmen des DGPs-Kongresses in Luxemburg statt, was die Bedeutung und Sichtbarkeit dieser Auszeichnung unterstreicht. Rhein-Main-Universitäten berichtet, dass beide Wissenschaftlerinnen innovative Forschungsansätze in ihren Arbeiten verfolgen.

Dr. Ingendahl befasst sich in ihrer Dissertation mit der Thematik der Immediate Judgments of Learning (JOLs). Ihr Forschungsschwerpunkt liegt darauf, wie diese Vorhersagen über die eigene Gedächtnisleistung die tatsächliche Leistung beeinflussen können. Sie ist Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe für Angewandte Kognitionspsychologie an der Technischen Universität Darmstadt und trägt somit aktiv zur Weiterentwicklung der kognitiven Psychologie bei. Rhein-Main-Universitäten hebt hervor, dass ihr innovativer Ansatz neue Perspektiven für das Verständnis von Lernprozessen eröffnet.

Forschung zur sozialen Identität

Dr. Kazarovytska hingegen behandelt in ihrer Dissertation „Identity Protection and Collective (Non-) Remembrance“ die bedeutende Rolle von kollektiven Erinnerungen in der Aushandlung sozialer Identitäten. Diese Thematik ist besonders relevant in einer Zeit, in der soziale Identitäten häufig unter Druck stehen und es wichtig ist, die Grundlagen für eine vertrauensvolle Gesellschaft zu stärken. Sie ist Postdoktorandin in der Abteilung für Sozial- und Rechtspsychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und bringt somit ihre Expertise in einen wichtigen Bereich der Psychologie ein.

Diese Auszeichnungen sind nicht nur ein persönlicher Erfolg für die beiden Wissenschaftlerinnen, sondern tragen auch zur Weiterentwicklung der Psychologie in Deutschland bei. Die Arbeiten, für die sie ausgezeichnet wurden, zeigen exemplarisch die Vielfalt und Relevanz der Forschungsfelder innerhalb der Psychologie. Zusammen bewirken sie, dass psychologische Erkenntnisse sowohl in der akademischen Welt als auch in der Gesellschaft breiteren Einfluss finden.

Engagement für Umwelt- und Sozialpsychologie

In einem weiteren bedeutenden Zusammenhang erhielt Prof. Dr. Gerhard Reese den Deutschen Psychologie Preis 2025 für seine herausragenden Leistungen in der Umweltpsychologie. Er hat umfassende Studien durchgeführt, welche die Auswirkungen sozialer und systemischer Faktoren auf das Engagement für Klima- und Naturschutz untersuchen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen verschiedene Facetten der Umwelt- und Naturschutzpsychologie, einschließlich Globalisierung und soziale Identität. Deutscher Psychologie Preis berichtet, dass er innovative Ansätze, wie die Nutzung von Virtual Reality zur Förderung von Verhaltensänderungen, verfolgt.

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Reese hat sich zudem für die Vernetzung unter Fachkollegen engagiert und war zwischen 2016 und 2022 Sprecher der Fachgruppe Umweltpsychologie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Unter seiner Leitung entstehen bedeutende Impulse in der Diskussion um Mensch-Umwelt-Interaktionen, die sowohl wissenschaftliche als auch gesellschaftspolitische Relevanz haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Heinz-Heckhausen-Preis 2026 und der Deutsche Psychologie Preis 2025 nicht nur die individuellen Erfolge der Preisträger würdigt, sondern auch die dynamischen und vielschichtigen Forschungsrichtungen innerhalb der Psychologie fördern. Die Arbeiten von Ingendahl, Kazarovytska und Reese zeigen eindrucksvoll, wie psychologische Forschung zu einem besseren Verständnis von Lernen, Identität und Umweltverhalten beitragen kann.