Am 13. Mai 2026 steht ein bedeutendes Ereignis bevor, das die deutsch-polnischen Beziehungen ins Zentrum der Diskussion rückt. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, der am 17. Juni 1991 unterzeichnet wurde, veranstaltet die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Diskussionsveranstaltung. Diese trägt den Titel „Kooperation in Krisenzeiten: Wieviel Geopolitik steckt in den deutsch-polnischen Beziehungen?“ und findet am Donnerstag, den 28. Mai 2026, um 16.30 Uhr im Senatssaal der Universität statt.

In der Veranstaltung werden zentrale Themen erörtert, die die Veränderungen im Verhältnis zwischen Deutschland und Polen im Kontext globaler Machtverschiebungen beleuchten. Deutschland und Polen, als zentrale Pfeiler der europäischen Sicherheitsordnung, nehmen auch eine wichtige Rolle als Brückenbauer in einer konfliktbelasteten Region ein. Die Diskussion konzentriert sich auf die Erwartungen und Chancen, die sich aus den aktuellen geopolitischen Entwicklungen ergeben, sowie auf die Rolle beider Länder für die Stabilität Europas.

Teilnehmer und Anmeldung

Zu den rednerischen Teilnehmern zählen renommierte Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Claudia Weber von der Europa-Universität Viadrina, Knut Abraham MdB, der als Polen-Beauftragter der Bundesregierung fungiert, sowie Rolf Nikel, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Prof. Dr. Pierre-Frédéric Weber von der Universität Stettin. Interessierte und Medienvertreter sind eingeladen, an dieser wichtigen Diskussion teilzunehmen, wobei eine Anmeldung erforderlich ist. Nach der Diskussionsrunde wird ein Empfang stattfinden, der den Teilnehmern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen und weiterführende Gespräche zu führen.

Der Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen

Das Verständnis der deutsch-polnischen Beziehungen wird durch Projekte wie das Deutsch-polnische Barometer bereichert, das seit 2000 durchgeführt wird. Diese Studie, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau, der Konrad-Adenauer-Stiftung und anderen Institutionen, erhebt regelmäßig die Meinungen von Bürgern beider Nationen zu ihren bilateralen Beziehungen. Die Entwicklungen in den Jahren 2020 und 2021 wurden stark durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Sie hatte Einfluss auf den Grenzübertritt, lieferte Unterbrechungen in den Handelsketten und reduzierte persönliche Begegnungen sowie touristische Reisen.

Trotz dieser Herausforderungen konnte die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen fortgesetzt werden. Im Jahr 2020 war Polen der fünftwichtigste Handelspartner Deutschlands, was die Resilienz und Dynamik der bilateralen Beziehungen trotz globaler Krisen unterstreicht. Eine umfassende Bewertung dieser Themen ist in einer Publikation verfügbar, die sowohl in deutscher als auch in polnischer Sprache herausgegeben wurde und die Meinungen zu den internationalen Akteuren wie den USA, der EU, Russland und China beleuchtet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Wie die Berichterstattung von Europa-Universität Viadrina verdeutlicht, ist das geplante Event ein bedeutender Schritt in Richtung einer vertieften Diskussion über die deutsch-polnischen Beziehungen und die Herausforderungen der geopolitischen Landschaft in Europa. Die Analyse dieser Beziehungen ist umso wichtiger, da sie in einer Zeit enormer globaler Umbrüche stattfinden. Die Veranstaltung verspricht nicht nur einen Erfahrungsraum zu bieten, sondern auch wertvolle Perspektiven für die zukünftige Kooperation zwischen beiden Ländern zu eröffnen.