Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) setzte kürzlich einen bedeutenden Akzent in der Digitalisierung der Patient:innenversorgung. Am 8. Juli 2026 fand auf dem Campus in Witten ein Networking-Event statt, bei dem Vertreter:innen von 25 digitalen Vorreitern aus Nordrhein-Westfalen zusammenkamen. Die Veranstaltung diente dem Austausch und der Reflexion über den Forschungsprozess der AHEAD-Studie, die Teil des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsprojekts ATLAS – Digitale Gesundheitswirtschaft ist. Diese Studie fokussiert sich auf die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierung in der Patient:innenversorgung.

Insgesamt wurden im Rahmen der AHEAD-Studie 87 qualitative Interviews durchgeführt, die 25 Einrichtungen aus dem ambulanten und stationären Bereich begleiteten. Die untersuchten Bereiche reichen von Zahnheilkunde bis hin zu robotischer Chirurgie. Die dabei eingesetzten Technologien sind vielfältig und umfassen künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Robotik, 3D-Druck und digitale Workflows. Den drahtlosen Zugang zu Informationen und die Möglichkeiten zur Vernetzung verdeutlichte zudem ein innovatives Tablet, das per Drohne vom Unternehmen Morpheus angeliefert wurde.

Herausforderungen und Auszeichnungen

Die Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko betonte während des Treffens die Herausforderungen, die mit der Implementierung von Digitalisierung im Gesundheitswesen einhergehen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die teilnehmenden Einrichtungen für ihre Vorreiterrolle in der digitalen Patient:innenversorgung ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht den Wert der Forschung und den praktischen Beitrag der Einrichtungen zur digitalen Transformation.

Die Ergebnisse der AHEAD-Studie werden derzeit für eine wissenschaftliche Veröffentlichung vorbereitet. Bis 2027 wird das ATLAS-Projekt gefördert, das 2019 ins Leben gerufen wurde und sich auf sozialwissenschaftliche Analysen zur Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft und -versorgung konzentriert. Eine Übersicht der Pionier-Einrichtungen ist auf der Website des ATLAS verfügbar, die als wertvolle Ressource für alle Interessierten dient.

Der Kontext der Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein zentrales Ziel der Bundesregierung. Das nationale Gesundheitsportal, gesund.bund.de, fungiert als wichtige Informationsquelle für Bürger:innen. Es bietet wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheitsthemen und Behandlungsmöglichkeiten und unterstützt informierte Entscheidungen in Zusammenarbeit mit Ärzten. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Erhöhung der Gesundheitskompetenz und Stärkung der Patientensouveränität, wie berichtet wird von bundesgesundheitsministerium.de.

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Zu den zentralen Funktionen des Portals zählt die Suche nach Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken sowie Informationen über Krankheiten und Pflegeleistungen. Insbesondere werden auch digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte (ePA), digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Telemedizin vorgestellt. Das Portal hilft den Nutzern, die verschiedenen digitalen Angebote im Gesundheitswesen einzuordnen und deren individuelle Mehrwerte zu identifizieren. Dies steht im Einklang mit dem Ziel, die Digitalisierung im Gesundheitssektor verständlich und nachvollziehbar zu machen.

Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen beleuchtet nicht nur technische Fortschritte, sondern geht auch mit Herausforderungen einher, die bei der Implementierung und Nutzung solcher Technologien berücksichtigt werden müssen. Die Universität Witten/Herdecke und die geförderten Einrichtungen sind dabei maßgeblich an der Umsetzung und Validierung dieser digitalen Dienstleistungen beteiligt, was deutlich macht, wie wichtig Forschung in diesem Sektor ist.