Am 1. Juni 2026 fand in Niederbayern der jährlich veranstaltete Digital Tag statt, ein Ereignis, das 2019 ins Leben gerufen wurde, um kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) neue Impulse im Bereich Digitalisierung zu bieten. Veranstaltet wurde die Initiative vom Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) der Hochschule Landshut, dem Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern (GZDN) und dem Netzwerk INDIGO. Zielgruppe sind KMU aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Handel sowie Forschende ostbayerischer Hochschulen, die sich über aktuelle Entwicklungen und Trends austauschen wollen.

Der Digital Tag konzentrierte sich 2023 insbesondere auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Im Rahmen des Programms konnten die Teilnehmenden in mehreren parallelen Panels und Workshops verschiedene Facetten der Digitalisierung entdecken. Ein besonders gefragtes Thema war die Anwendung von KI-Agenten, bei dem die Möglichkeiten und Grenzen solcher Technologien im Unternehmenskontext erörtert wurden. Workshops, wie etwa der von Sarah Stemmler von der synsugar GmbH, beleuchteten praxisnah die Sinnhaftigkeit des KI-Einsatzes zur Reduzierung von Verwaltungsaufwänden in KMUs.

Vielfältige Themen und Workshops

Zusätzlich zu den Workshops zu KI-Agenten wurde ein Panel zur Unternehmensführung im KI-Zeitalter angeboten. Hierbei wurde der Einfluss von KI auf Unternehmensführung und die Entwicklung der Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter thematisiert. Ein weiteres wichtiges Thema war die Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Hier diskutierten die Teilnehmer digitale Produktpässe und deren Rolle in der nachhaltigen Wertschöpfung.

Im Kontext des Wissensmanagements mit KI wurden mögliche Anwendungen zur Generierung strukturierter Daten aus Videos für KI-Assistenten vorgestellt. Ein Workshop stellte zudem einen digitalen Workflow zur ESG-Nachweisführung vor, der den Unternehmen helfen soll, nachhaltige Praktiken zu implementieren.

Innovationen und Ausstellungen

Ein Highlight der Veranstaltung war die Keynote mit dem Titel „Zwischen Prompt und Purpose“. In dieser Ansprache wurde der Mensch in den Fokus des KI-Einsatzes gerückt, um den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden. Mara Schneider, Mitglied des Organisationsteams von INN.KUBATOR Passau, äußerte sich positiv über den Austausch zwischen den Teilnehmenden und die Vielzahl von Anregungen, die durch die Veranstaltung entstanden sind.

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Das TZ PULS bot den Teilnehmern zudem die Möglichkeit, eine 900 m² große Lern- und Musterfabrik zu besichtigen. Diese Demonstrationsfläche ist ein Beispiel für Industrie 4.0 und Lean Production und zeigt, wie Unternehmen die Digitalisierung effektiv nutzen können.

Das GZDN, ein Verbund der Hochschulstandorte Passau, Landshut und Deggendorf, war ebenfalls stark vertreten. Es unterstützt Gründer im Bereich Digitalisierung und fördert somit die Innovationskraft der Region. Das Netzwerk INDIGO, das aus sechs ostbayerischen Hochschulen besteht, setzte sich dafür ein, die Region als Wissenschaftsstandort zu stärken und die angewandte Forschung voranzutreiben.

Insgesamt zeigt der Digital Tag, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen voranzutreiben. Über die Veranstaltung schreibt uni-passau.de, dass die unterschiedlichen Ansätze und praktischen Anwendungen den Teilnehmern wichtige Impulse für ihre unternehmerische Tätigkeit geliefert haben.