Am 12. Mai 2026 wurde Dr. Marlene Gärtner von der PH Schwäbisch Gmünd im Rahmen des Albert-Ballin-Forums in Hamburg mit dem Albert-Ballin-Förderpreis für Globalisierungsforschung der Hapag-Lloyd AG ausgezeichnet. Der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, würdigt ihre Dissertation zur Migration in Kamerun. In dieser Arbeit, tituliert „Narrating migration, narrating futures. Social narratives on global power dynamics in Cameroon and the Cameroonian diaspora“, analysierte sie Alltagsgeschichten und deren Bedeutung in einem komplexen globalen Kontext.

Die Verleihung des Preises fand im Rahmen eines interdisziplinären Symposiums statt, das sich mit den aktuellen Themen Krieg und Frieden auf See beschäftigte. Diese Plattform fördert den Austausch unterschiedlichster Perspektiven und unterstützt junge Wissenschaftler:innen in ihrem Bestreben, das Verständnis für die Chancen und Risiken der Globalisierung zu vertiefen, wie ph-gmuend.de berichtet.

Der Albert-Ballin-Preis und seine Bedeutung

Der Albert-Ballin-Preis wurde anlässlich des einhundertsten Todestages von Albert Ballin im Jahr 2018 ins Leben gerufen. Seitdem vergebe die Hapag-Lloyd AG zwei Förderpreise alle vier Jahre, die an Nachwuchswissenschaftler:innen verliehen werden, die kritische und innovative Projekte zur Globalisierung präsentieren. Neben Dr. Gärtner wurden auch andere talentierte Wissenschaftler:innen ausgezeichnet, deren Arbeiten sozial-, geistes- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen zur Globalisierung beleuchten.

Gärtner ist seit November 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Mit postmigrantischer Literatur(-didaktik) zur Selbstermächtigung“ (PoLiS) an der PH Schwäbisch Gmünd tätig. Ihre Forschungsergebnisse bieten wertvolle Einblicke in die vielschichtigen Narrativen, die mit Migration verbunden sind.

Das Albert-Ballin-Forum

Das Albert-Ballin-Forum, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand, ist mehr als nur eine Auszeichnung. Es stellt eine Bühne für den interdisziplinären Dialog dar, bei dem verschiedene Aspekte von Globalisierung, Handel und deren soziale Auswirkungen besprochen werden. Im Rahmen des Forums wurden auch wichtige Diskussionen, wie die über die Realität von Flüchtlingen im Zusammenhang mit Kriegen in Europa, bereits in der Vergangenheit geführt. Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen trugen hierbei ihr Wissen und ihre Perspektiven bei, darunter unter anderem Referenten aus Wissenschaft und Entwicklungspolitik.

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Das nächste Mal werden die Albert-Ballin-Förderpreise für Globalisierungsforschung 2025 an Graduierte verliehen, die unveröffentlichte oder kürzlich veröffentlichte Dissertationen eingereicht haben. Bewerbungen müssen bis zum 31. Oktober 2025 eingereicht werden, worüber eine interdisziplinäre Jury entscheiden wird, wie oegs.ac.at berichtet.

Die fortlaufende Förderung der Globalisierungsforschung durch diesen Preis unterstreicht nicht nur das Engagement für akademische Exzellenz, sondern auch die Dringlichkeit, die Herausforderungen und Chancen der Globalisierung aktiv zu erforschen und zu diskutieren.