Am 29. Juni 2026 verlieh das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Ehrendoktorwürde an Professor Achim Wambach, Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Diese Auszeichnung wird für herausragende Forschungsleistungen verliehen, insbesondere im Bereich des Marktdesigns und der Wettbewerbspolitik. Das KIT erkennt mit dieser Ehrung Wambachs bedeutenden Beitrag zur evidenzbasierten Gestaltung wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen an.

Die Ehrendoktorwürde gehört zu den höchsten Auszeichnungen, die das KIT vergibt, und wird nur selten verliehen. Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT, hob in seiner Ansprache Wambachs Fähigkeit hervor, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden. Wambach selbst äußerte seine Freude über die Ehrung und betonte die essentielle Bedeutung gut gestalteter Märkte für den gesellschaftlichen Wohlstand.

Einfluss auf die Wirtschaftspolitik

Wambachs Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die Ausgestaltung von Marktregeln in regulierten Industrien und auf Wettbewerbsordnungen in der digitalisierten Wirtschaft. Seine Expertise hat maßgeblich zur Prägung der Wettbewerbsökonomik beigetragen und wirtschaftspolitische Entscheidungen in Deutschland und Europa beeinflusst. Von 2016 bis 2021 war Wambach darüber hinaus Vorsitzender der Monopolkommission. In dieser Funktion brachte er seine umfassenden Kenntnisse in zahlreiche Beiräte und Kommissionen ein.

In der heutigen Wirtschaftspolitik spielt die evidenzbasierte Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht der Zugang zu umfangreichen Daten und Fortschritte in der empirischen Wirtschaftsforschung neue Einsichten in wirtschaftliche Zusammenhänge. Diese Erkenntnisse sind wesentlich für das Verständnis von Wirkungszusammenhängen und Entwicklungen.

Die Rolle der empirischen Evidenz

Evidenzbasierte Wirtschaftspolitik fördert problemorientierte Diskussionen, die auf wissenschaftlichen Fakten basieren. Sie bietet eine wertvolle Informationsbasis für die Abwägung alternativer Lösungsansätze. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass empirische Daten nicht immer die vollständige Wahrheit liefern können. Wirtschaftspolitische Entscheidungen benötigen sowohl fundierte ordnungspolitische Grundsätze als auch empirische Evidenz, um effektive Strategien zu entwickeln.

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Das KIT und Institutionen wie das ZEW, die vom BMWE gefördert werden, setzen sich dafür ein, exzellente Forschungs-, Beratungs- und Informationsleistungen zu erbringen. Ihre Arbeit trägt wesentlich zur Lösung zentraler wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Zukunftsfragen bei.