Über eine Million Studierende aus Deutschland haben seit 1987 am Erasmus+-Programm teilgenommen. Polina Voitenko, eine Studentin der Technischen Universität München (TUM), ist eine von ihnen. Sie verbrachte im Wintersemester 2025/26 ein Semester an der LUISS Universität in Rom. Die TUM ist in Deutschland eine führende Institution für die internationale Mobilität von Studierenden und Mitarbeitenden.
Polina studiert Business Administration an der TUM School of Management und beschreibt ihre Erfahrungen in Rom als bereichernd. Sie verbrachte ihre Zeit im Austausch mit internationalen Kommilitonen und integrierte sich in die kulturell vielfältige Umgebung Roms. Um diese kulturellen Unterschiede zu verstehen, nahm sie an einem interkulturellen Training an der TUM teil.
Erfahrungen und Highlights in Rom
Polina beschreibt die italienische Lebensart als offen, emotional und herzlich. Während ihres Aufenthalts erkundete sie die Stadt und besuchte bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum. Zudem nahm sie an einem Pasta-Workshop teil, was ihre Interaktion mit der italienischen Kultur vertiefte. Ein besonderes Highlight war eine Reise nach Mailand, wo sie am Altagamma Consumer and Retail Insight Event teilnahm.
Polina ermutigt andere Studierende, ein Auslandssemester zu machen, um neue Kulturen und Lernweisen kennenzulernen. Ihre Erfahrungen spiegeln die Chancen wider, die Erasmus+ Studierenden bietet, nicht nur in Bezug auf das Studium, sondern auch in der persönlichen Entwicklung.
Erasmus+: Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen
Das Erasmus+-Programm richtet sich an Studierende in Kurzstudiengängen, Bachelor- und Master-Studierenden sowie Doktoranden. Die Voraussetzungen für eine Bewerbung sind vielseitig: Die Studierenden müssen an einer Hochschule eingeschrieben sein, die am Programm teilnimmt, und der Studienaufenthalt muss für die persönliche Entwicklung relevant sein. Die Aufenthaltsdauer variiert zwischen 2 und 12 Monaten, wobei auch kurzfristige Mobilitäten von 5 bis 30 Tagen möglich sind. Für Studiengänge mit längeren Zyklen, wie Medizin oder Architektur, sind bis zu 24 Monate im Ausland erlaubt.
Die finanzielle Unterstützung umfasst Stipendien, die einen Beitrag zu Reise- und Aufenthaltskosten leisten. Die Höhe des Stipendiums ist von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter die Lebenshaltungskosten und die Entfernung zwischen den Ländern. Für Erasmus+-Studierende entfallen Gebühren für Unterricht und Anmeldung, lediglich geringe Beträge für Versicherung können anfallen. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Mittel für Praktikanten sowie Studierende mit geringeren Chancen oder aus Randregionen.
Zusätzlich wird Unterstützung für Studierende mit Beeinträchtigungen angeboten, und es gibt Möglichkeiten zur Sprachunterstützung durch das Programm. Die Anerkennung der Studienleistungen erfolgt über eine vorherige Lernvereinbarung und den Leistungsnachweis der aufnehmenden Hochschule, was die internationale Mobilität weiter erleichtert.
In Deutschland setzen vier Nationale Agenturen das EU-Programm Erasmus+ um. Diese Agenturen gewährleisten eine serviceorientierte Nutzung der Programme und bieten Unterstützung bei der Projektberatung und Antragstellung, damit Studierende wie Polina von den Vorteilen der internationalen Bildung profitieren können.
Weitere Informationen zu den Möglichkeiten und Unterstützungsangeboten finden Interessierte auf der Webseite von Erasmus+ sowie auf den Seiten der entsprechenden nationalen Agenturen.