Europäische Filmmusik: Ein musikalisches Erbe voller Vielfalt!
Am 24. Juni 2026 wurde ein Call for Papers für einen Sammelband zur Geschichte der europäischen Filmmusik ausgeschrieben. Der von Wolfgang Thiel und Denis Newiak herausgegebene Band zielt darauf ab, die ästhetischen, kulturhistorischen und mediengeschichtlichen Entwicklungen der europäischen Filmmusik umfassend zu erfassen. Dabei werden Beiträge zu verschiedenen Ländern, Epochen, Komponist*innen, Genres, Produktionskontexten oder einzelnen Werken gesucht.
Interessierte Autor*innen können ihre Beitragsvorschläge bis zum 31. Juli 2026 einreichen. Detaillierte Informationen zu den Themenfeldern, Formalia und Fristen sind im vollständigen Call for Papers auf der Website der Universität Brandenburg verfügbar.
Feier der europäischen Filmmusik
Begleitend zu diesem Call for Papers findet das Konzertprogramm „Europäische Filmmusik“ statt, das die Werke europäischer Komponisten der letzten 80 Jahre ehrt. Dieses Programm umfasst eine Vielfalt an Komponisten aus mehreren Ländern. Namen wie Georges Delerue und Michel Legrand aus Frankreich, Isaak Dunajewski aus Russland, Wojciech Kilar und Władysław Szpilman aus Polen, Nino Rota und Ennio Morricone aus Italien sowie Ron Goodwin aus England und Roque Baños aus Spanien kommen dabei zur Aufführung.
Das Konzert stellt einige der bekanntesten Filmmusiken vor. Dellerues „Hommage à François Truffaut“ wird alongside Morricones unvergesslichen Melodien aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Cinema Paradiso“ zu hören sein. Ebenso werden Rota’s Werke für Coppola, darunter die berühmte Musik aus „Der Pate“, präsentiert.
Programmablauf und Höhepunkte
Der Ablauf des Konzerts ist abwechslungsreich gestaltet und bietet ein breites Spektrum an Stücken. Hier sind einige Highlights:
- Władysław Szpilman: Einleitung zu einem Film (1957)
- Isaak O. Dunajewski: Ouvertüre aus „Die Kinder des Kapitän Grant“ (1936)
- Wojciech Kilar: Zwei Stücke aus „Bram Stoker’s Dracula“ (1992)
- Michel Legrand: Suite aus „Les Parapluies de Cherbourg“ (1964)
- Georges Delerue: Hommage à François Truffaut (u.a. „Tirez Sur Le Pianiste“, „Jules Et Jim“)
- Ron Goodwin: Suite aus „Those Magnificent Men in Their Flying Machines“ (1965)
- Roque Baños: „Fanfarria“ aus „Alatriste“ (2006)
- Ennio Morricone: Suite aus „Nuovo Cinema Paradiso“ (1988), Suite aus „C’era Una Volta Il West“ (1968)
- Nino Rota: Liebesthema aus „Der Pate“ (1972), Suite aus „La Dolce Vita“ (1960), Suite aus „La Strada“ (1954)
- Zbigniew Preisner: Tango aus „Trzy Kolory: Biały“ (1994)
Insgesamt bietet das Konzert sowohl einen nostalgischen Rückblick auf die bedeutendsten Werke als auch ein eindrucksvolles Beispiel für die lebendige Kultur der europäischen Filmmusik. Der ausführliche Programmdurchlauf sowie weitere Informationen sind auf der Website der Filmphilharmonie zu finden.
Zusammengefasst präsentieren der Call for Papers und das Konzertprogramm einen wertvollen Beitrag zur Würdigung der europäischen Filmmusik, deren Vielfalt und Tiefe es wert ist, entdeckt und diskutiert zu werden.
