Die Universität Göttingen bereitet sich auf ihre bevorstehende Abschlussfeier vor, die am Freitag, dem 17. Juli 2026, in der Aula am Wilhelmsplatz stattfinden wird. In diesem Jahr dürfen 380 Absolventinnen und Absolventen aus verschiedenen Fachrichtungen, darunter Bachelor, Master, Staatsexamen und Promotion, ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Die Zeremonie wird durch eine Begrüßung von Prof. Dr. Volker Lipp, dem Dekan der Juristischen Fakultät, eröffnet.

Besonderen Anlass zur Feier bietet auch der Festvortrag von Prof. Dr. Helmut Frister von der Universität Düsseldorf. Er wird sich mit dem Thema „Zum Verhältnis von Recht und Ethik“ auseinandersetzen. Zudem wird das Geleitwort durch Ulrich und Antonia Herfurth vom Alumniverein der Universität gehalten.

Auszeichnungen für herausragende Leistungen

Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird die Verleihung von Fakultätspreisen für herausragende Dissertationen sein. Der Fakultätspreis für die beste Dissertation 2025 geht an Joshua Kohler. Seine Arbeit mit dem Titel „Internationales Elternschaftsrecht. Zur Pluralisierung von Elternschaft im geltenden und künftigen Internationalen Abstammungsrecht“ wurde von Prof. Dr. Philipp Reuß betreut. Kohler erhält ein Preisgeld von 1.500 Euro, finanziert von der Juristischen Gesellschaft zu Kassel.

Der Fakultätspreis für die beste Dissertation 2026 wurde an Jonas Kühn verliehen. Seine Dissertation mit dem Titel „Künstliche Intelligenz als Organisationsentscheidung – von der Metapher zum Rechtsproblem“ wurde von Prof. Dr. Rüdiger Krause betreut und ist ebenso mit 1.500 Euro dotiert. Dieses Preisgeld wurde von der Göttinger Rechtsanwaltskanzlei Albus Legal gestiftet.

Publikationspflicht und digitale Hochschulschriften

Ein wichtiger Aspekt der akademischen Laufbahn an deutschen Hochschulen ist die Publikationspflicht für Dissertationen und Habilitationen. Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie seit 1913 Dissertationen sammelt. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus zunehmend auf digitale Formate verschoben. Ab Ende der 1990er Jahre wurden Online-Dissertationen als erste Netzpublikationen gesammelt, und die DNB entwickelt in Zusammenarbeit mit Universitätsbibliotheken Standards für Metadatenformate.

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Insbesondere das Projekt „DissOnline“ bildet die Grundlage für die Sammlung von Online-Hochschulschriften bis heute. Die DNB bietet Sammlungen von Hochschulschriften im DNBLab an und stellt umfassende Such- und Recherchemöglichkeiten für Wissenschaftler und Interessierte zur Verfügung. Die Deutsche Nationalbibliografie hingegen stellt ein monatlich erscheinendes Verzeichnis von Dissertationen und Habilitationsschriften zur Verfügung und ermöglicht die Suche nach verschiedenen Kriterien wie Autor, Titel und Schlagwort.

Die Veranstaltung an der Universität Göttingen wird von der Juristischen Fakultät sowie dem Alumni Göttingen e.V. organisiert. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, über die Zeremonie zu berichten und die freien Plätze in der Aula am Wilhelmsplatz zu nutzen.