Gedenktafel für die Humboldts: Ein Erbe der Viadrina wird geehrt!
Ein feierlicher Moment für die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder): Am 23. Juni 2026 wurde eine Gedenktafel eingeweiht, die an die berühmten Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt erinnert, die hier 1787 ihr Studium aufnahmen. Die Tafel ziert die Nordseite des Hauptgebäudes und soll die Verbindung zwischen der Universität und ihren bedeutendsten Alumni stärken. Prof. Dr. Gangolf Hübinger, emeritierter Professor der Viadrina und Mitinitiator der Gedenktafel, begrüßte die Gäste mit warmen Worten und schilderte die Bedeutung der Brüder für die Entwicklung der Viadrina.
Die Brüder, die 1767 und 1769 geboren wurden, kamen am 29. September 1787 in Frankfurt an, begleitet von ihrem Hauslehrer Gottlob Johann Christian Kunth. Am 1. Oktober wurden sie an der Alma Mater Viadrina immatrikuliert, wobei Alexander Kameralistik und Wilhelm Rechtswissenschaft studierte. Ihr Aufenthalt in Frankfurt war geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Wissen: Die beiden Brüder wohnte im Pfarrhaus, dem heutigen Campusplatz, in der Nähe der Marienkirche.
Ein Erbe von Bedeutung
Kanzler Robert Nissen hob bei der Einweihung das Erbe der Brüder Humboldt hervor. Wilhelm von Humboldt wird allgemein als Pionier im Bereich Bildung, Sprache und Kultur angesehen, während sein Bruder Alexander als einer der größten Naturforscher und als Begründer der physischen Geographie anerkannt wird. Gemeinsam stehen sie für die Vorstellung der Universität als einem Ort freier Entfaltung, wie es die Viadrina heute praktiziert. Die Brüder Humboldt haben nicht nur die Wissenschaft geprägt, sondern auch die Wertschätzung von interdisziplinärem Denken gefördert. berichtet, dass …
Die Idee, eine Gedenktafel aufzustellen, fand ihre Wurzeln in der Initiative der Frankfurter Netzwerkstadt. Unterstützt wurde das Projekt finanziell von der Humboldt Societät Frankfurt (Oder) und den Frankfurter Geschichtsenthusiasten. Diese Erinnerungskultur zielt darauf ab, die bedeutenden Verbindungen zwischen den Brüdern Humboldt und der modernen Viadrina hervorzuheben. Die Gedenktafel ist nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Ausdruck der Bestrebungen der Universität, eine internationale und grenzüberschreitende Lernumgebung zu fördern.
Die Wissenschaftler und ihre Ideen
Wilhelm von Humboldt, der während seiner Zeit in Tegel intensive Sprachstudien betrieb, wird oft als einer der bedeutendsten Sprachwissenschaftler seiner Zeit beschrieben. Sein Ansatz über Sprache als lebendiges, organisches Ganzes hat weitreichende Auswirkungen auf das Verständnis sprachlicher und kultureller Entwicklung. Er forderte eine Betrachtung der Sprache als Schlüssel zur menschlichen Entwicklung und sah unterschiedliche Sprachen als Schöpfer individueller Assoziationsräume für Begriffe an. Diese kosmopolitische Sichtweise, die beide Brüder teilten, war richtungsweisend für die Wissenschaft und ermutigte dazu, Vorurteile zu überwinden. ergänzt, dass …
Alexander von Humboldt hingegen wird als Neugier und Entdeckergeist verkörpert. Seine Forschungsreisen und die damit verbundenen wissenschaftlichen Erkenntnisse haben das Bild der Naturwissenschaften revolutioniert. Der Austausch zwischen den Brüdern, ihre Reisen und Briefkorrespondenzen trugen dazu bei, dass Wilhelm von Humboldt seine einschlägigen Studien durchführen konnte, die ihn schließlich zum Mitbegründer der baskischen Sprachwissenschaft machten. Es zeigt sich: Die Brüder Humboldt waren mehr als nur Wissenschaftler – sie waren Visionäre.
Die Gedenktafel an der Viadrina wird somit zur ständigen Erinnerung an ihre Errungenschaften und den Wert der interdisziplinären Zusammenarbeit, die heute ebenso relevant ist wie zur Zeit der Brüder. beschreibt, dass …
