Am 22. April 2026 startet an der Goethe-Universität Frankfurt eine spannende Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Contact Zones – Aushandlung und Übersetzung von Wissen unter Bedingungen von Ungleichheit“. Diese Reihe gehört zu den Cornelia Goethe Colloquien und widmet sich der Beziehung zwischen dominantem und kritischem Wissen sowie den damit verbundenen Machtverhältnissen und gesellschaftlichen Kontexten. Ein zentrales Thema wird der Begriff der Übersetzung als Metapher für den Austausch unterschiedlicher Wissensformen und Erfahrungen sein.

Der erste Termin der Reihe findet am 29. April 2026 um 18:15 Uhr im Festsaal des Casino-Gebäudes, Raum 823 statt. Hier wird ein Gespräch über das Leben und Werk von James Baldwin, dem bekannten Schriftsteller und Bürgerrechtsaktivisten, geführt. Als Gesprächspartner werden René Aguigah, Autor der ersten deutschsprachigen Monografie über Baldwin, und Miriam Mandelkow, Übersetzerin von Baldwins Werk, auftreten. Die Moderation des Abends übernehmen die Professoren Bettina Kleiner und Christiane Thompson.

Weitere Veranstaltungen und Themen

Die Reihe umfasst insgesamt mehrere Termine, die zu unterschiedlichen, aber ebenso relevanten Themen der Geschlechterforschung und sozialer Gerechtigkeit anregen sollen. Die weiteren Veranstaltungen sind:

  • 13. Mai 2026: Juno Grenz – Bildung und epistemische Grenzziehungen.
  • 10. Juni 2026: Ruth Sonderegger und Marina Martinez Mateo – Philosophie und Rassismus.
  • 24. Juni 2026: Cornelia Möser – Sexuelle Befreiung im feministischen Denken.
  • 8. Juli 2026: Nicolas Engel – Ringen um Erinnerung.
  • Wintersemester 2025/26: Manon Garcia – Putting Consent Back in Its Place (Termin noch bekannt).

Alle Veranstaltungen der Reihe finden im Campus Westend, im PEG-Gebäude, Raum 1.G191 statt, außer der Eröffnung. Der Eintritt ist frei und richtet sich an alle Interessierten.

Fokus auf Geschlechterforschung

Die Geschlechterforschung, ein zentraler Bestandteil der Themen dieser Veranstaltungsreihe, untersucht die gesellschaftliche Geschlechterordnung. Sie analysiert, wie diese Ordnung entsteht und reproduziert wird sowie ihre Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche. Weitere Schwerpunkte sind das Zusammenwirken mit anderen Ungleichheitsverhältnissen wie Rassismus, ökonomischer Ungleichheit und Heteronormativität.

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Typische Fragestellungen innerhalb der Geschlechterforschung beziehen sich auf die Rolle des Geschlechts bei der Verteilung von politischer, sozialer und ökonomischer Macht sowie geschlechtsspezifische Lohndifferenzen und Berufswahlmöglichkeiten. Auch die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen und die Übernahme von Versorgungstätigkeiten und Kindererziehung durch Männer stehen im Mittelpunkt der Analysen.

Die Universität Göttingen setzt auf einen inter- und transdisziplinären Ansatz in der Geschlechterforschung, bei dem Perspektiven und Methoden aus verschiedenen Disziplinen miteinander verknüpft werden. Beteiligt sind unter anderem Bereiche wie Agrarwissenschaft, Ethnologie, Politikwissenschaft und Soziologie, die gemeinsam die Vielfalt der Geschlechtererfahrungen und Identitäten erforschen.

Für weitere Informationen können Interessierte Dr. Johanna Leinius vom Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung kontaktieren. Der interdisziplinäre Austausch über Wissen und Erfahrungen steht im Zentrum der Veranstaltungsreihe, die darauf abzielt, bedeutende gesellschaftliche Themen zu beleuchten und neue Perspektiven zu eröffnen.

PUK berichtet

Uni Göttingen berichtet