Am 11. Juni 2026 fand die internationale Konferenz „International Teaching Practice: Teaching English, Bridging Cultures, Shaping Futures“ an der Südböhmischen Universität Budweis in Tschechien statt. Die Veranstaltung ist Teil des Erasmus+ Projekts „TEFE A+“ (Teachers of English for Future Europe) und brachte Teilnehmende aus verschiedenen Ländern zusammen. Unter den Anwesenden waren Studierende des Englischlehramts, Mentor-Lehrkräfte und Hochschulvertreter aus Deutschland, Finnland, Ungarn, Polen, Schweden, Spanien, Slowakei und Großbritannien.

Ein zentrales Thema der Konferenz war die Integration von Internationalisierungsangeboten im Lehramtsstudium. Die Teilnehmenden diskutierten, wie internationale Erfahrungen als wichtiger Bestandteil der beruflichen Vorbereitung für Lehrkräfte angesehen werden können. Es wurde betont, dass Lehramtsstudierende in den Bildungsprozess und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aktiv eingebunden werden müssen.

Herausforderungen und Anforderungen an internationale Lehrpraktika

Die Konferenz gab auch Raum für die Diskussion über die Anforderungen an qualitativ hochwertige internationale Lehrpraktika. Dazu gehören:

  • Organisatorische Koordination der Mobilität
  • Stabile Partnerschaften mit Schulen
  • Unterstützung für Mentorlehrkräfte
  • Vorbereitung der Studierenden auf unterschiedliche Schulumgebungen
  • Institutionelle Rahmenbedingungen für langfristige Zusammenarbeit

Matthias Fuchs, der an der Universität Passau tätig ist, hob die Notwendigkeit langfristiger institutioneller Kooperationen und die Unterstützung von Partnerschulen hervor. Er vertrat die Auffassung, dass stabile und nachhaltige Systeme internationaler Lehramtspraxis entscheidend für die Qualität der Ausbildung angehender Lehrkräfte sind.

Die Rolle des TEFE A+ Projekts

Das TEFE A+ Projekt wird nicht nur von der Südböhmischen Universität Budweis koordiniert, sondern auch von der Universität Passau. Außerdem sind Partnerinstitutionen in Bratislava, Budapest, Pamplona und Birmingham involviert. Das Projekt zielt darauf ab, hochwertige internationale Schulpraktika in authentischen Umfeldern zu bieten und unterstützt hybride Formate wie Blended Intensive Programmes (BIPs).

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Die Bedeutung internationaler Praktika für zukünftige Sprachlehrkräfte wurde in verschiedenen Diskussionen hervorgehoben. Studierende benötigen direkte Erfahrungen in verschiedenen Bildungsumfeldern, um ihre berufliche Identität zu stärken.

Zusätzlich wurden konkrete Ergebnisse des Projekts präsentiert, einschließlich des TEFE Frameworks (2023) und COIL Tools. Rund 100 Konferenzteilnehmende, darunter Vertreter der tschechischen und slowakischen Bildungsministerien, waren anwesend.

Engagement der Universität Passau

Die Universität Passau ist aktiv am Aufbau eines europäischen Systems für die Lehrkräftebildung beteiligt. Die interdisziplinäre Kooperation innerhalb der Universität wird durch das Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik, das vom Professoren Matthias Fuchs und Teresa Fischler geleitet wird, sowie den Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften (Dr. Jonas Scharfenberg) und die Professur für Amerikanistik/Cultural and Media Studies (Prof. Dr. Karsten Fitz) gefördert.

Das Engagement der Universität und die Kooperation im Rahmen des Erasmus+ Programms, das von vier Nationalen Agenturen in Deutschland unterstützt wird, zeigen die langjährige Kompetenz in der Unterstützung der EU-Bildungszusammenarbeit und die Bemühungen, Chancen und Möglichkeiten des Programms für Studierende verständlich nutzbar zu machen. Die Agenturen fungieren dabei als Ansprechpartner für Projektberatung, Antragstellung und Unterstützung für europäische Projekte, wie auf erasmusplus.de zu lesen ist.