Am 23. Juni 2026 fand das Grand Final der 19. Bucerius Common Law Moot Competition statt. Dieser Wettbewerb, der an der Bucerius Law School ausgetragen wurde, ehrte die Teams, die im vergangenen Jahr an verschiedenen Mooting-Wettbewerben teilnahmen. Die rechtlichen Fragestellungen des Wettbewerbs drehten sich um die Teilnahme an einer Reality-TV-Show und untersuchten dabei die rechtlichen Implikationen von Geheimhaltungs- und Nichteintrittsklauseln, die die Freiheit der Meinungsäußerung einschränken.

Die teilnehmenden Teams setzten sich mit der Kontrolle von Social-Media-Konten durch die Produzenten über einen Zeitraum von sechs Monaten auseinander, was das Recht auf Ausübung eines Berufs berührt. Diese Herausforderung beleuchtete essentielle Themen wie die Doktrin der Wettbewerbseinschränkung, das ungleiche Verhandlungsgleichgewicht und die Auslegung von Verträgen. Insgesamt traten sechs Teams mit je zwei Studenten in der ersten Runde an:

  • Team 1: Lukas Richter & Moritz Heinrich
  • Team 2: Anna Rath & Maybrit Knoke
  • Team 3: Torben Gehrke & Milan Kohlhaase
  • Team 4: Elianne Melber & Charlotte Hecht
  • Team 5: Timon Selen & Lisa Niesalla
  • Team 6: Noel Bekeredijan & Julian Knötzele

Jedes Team vertrat sowohl die Kläger als auch die Beklagten und reichte schriftliche Argumente für beide Seiten ein. Die Veranstaltung zielte darauf ab, die mündlichen und schriftlichen Advocacy-Fähigkeiten der Teilnehmer zu fördern, indem sie Fallrecht aus common-law-Jurisdiktionen einsetzten. Die Richter bemerkten die hervorragende Qualität der darbietenden Argumente in der ersten Runde und heben die Fähigkeit der Teams hervor, das Teilnahmevertragswerk effektiv zu deuten und die Doktrin der Wettbewerbseinschränkung zu behandeln.

Fortschritt im Wettbewerb

Nach der ersten Runde schafften es vier Teams ins Halbfinale: Team 1, Team 2, Team 4 und Team 5. Die Halbfinals wurden im K.-o.-System ausgetragen, und die Gewinner dieser Runden zogen ins Finale ein. Die Finalisten waren Anna Rath und Maybrit Knoke (Kläger), sowie Lukas Richter und Moritz Heinrich (Beklagte). Die Richter in der Grand Final waren Lezel Roddeck, James Linscott und Professor Marah McLeod.

Im Finale erhielt Anna Rath Lob für ihre gekonnte Präsentation und schnelles Denken, während Maybrit Knoke die Interessen ihrer Klientin wirksam verteidigte. Lukas Richter lieferte überzeugende Argumente zur Geheimhaltungsklausel, und Moritz Heinrich analysierte die Anwendbarkeit der Wettbewerbseinschränkung. Letztlich entschieden die Richter zugunsten der Beklagten, sodass Lukas Richter und Moritz Heinrich den Titel für sich beanspruchen konnten.

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Auszeichnungen und Anerkennungen

Zusätzlich zur Vergabe des Titels wurden im Rahmen des Wettbewerbs besondere Auszeichnungen vergeben. Lisa Niesalla wurde als „Beste Rednerin“ ausgezeichnet, während Torben Gehrke und Milan Kohlhaase für ihre „Besten Skeleton-Argumente“ prämiert wurden. Diese Auszeichnung würdigt die Leistungen aller Teilnehmer. Ein besonderer Dank galt auch den Richtern, darunter Professor Marah McLeod, für ihre Unterstützung und Expertise während der gesamten Veranstaltung.

Die Bucerius Law School auf die Wettbewerbsaktivitäten fokussiert, um den Studenten eine hervorragende Erfahrung in der Advocacy zu bieten. Dieser Schwerpunkt wird durch engagierte Programme für Mooting unterstützt, die alle Teilnehmer in die spannende Rolle eines Anwalts eintauchen lassen. Der Mooting-Direktor Adam Nicholls hat zusammen mit verschiedenen Law Societies an der Exeter Law School Maßnahmen ergriffen, um ein Umfeld zu schaffen, das Teamarbeit, Verantwortung und berufliche Disziplin fördert. Studierende werden ermutigt, an internen sowie nationalen und internationalen Mooting-Wettbewerben teilzunehmen, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke in der juristischen Gemeinschaft aufzubauen, so Exeter Law School.