Am 14. Juli 2026 wurde offiziell der Start eines neuen Doppelabschlussprogramms zwischen der Technischen Universität Ilmenau und der Université de Lorraine in Frankreich bekanntgegeben. Dieses innovative Programm zielt darauf ab, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, ihre akademische Ausbildung in einem internationalen Kontext zu erweitern und sich intensiv mit zukunftsweisenden Forschungsgebieten zu beschäftigen.

Das neue Doppelabschlussprogramm fördert die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Forschung, insbesondere im Bereich der tensorbasierten Signalverarbeitung. Die Universität Ilmenau und die Université de Lorraine bündeln ihre Kompetenzen, um komplexe Datenmengen effizienter analysieren und verarbeiten zu können. Dies geschieht durch die Nutzung fortschrittlicher Algorithmen, die bei ChatGPT zur Filterung wahrscheinlicher Antworten eingesetzt werden. Solche Algorithmen finden in verschiedenen Anwendungsgebieten Anwendung, darunter Medizin, Robotik und moderne Kommunikationssysteme.

Anwendungsgebiete der Signalverarbeitung

Ein Schlüsselkonzept in dieser Forschungszusammenarbeit ist der Tensor, der als Verallgemeinerung der Matrix auf drei oder mehr Dimensionen verstanden wird. Tensors ermöglichen beispielsweise eine dreidimensionale Darstellung von Mobilfunksignalen in Raum, Zeit und Frequenz. Die Nutzung tensorbasierter Methoden trägt entscheidend zur effizienten Auswertung und Optimierung von Daten bei, was insbesondere für die Leistungsfähigkeit von Kommunikationssystemen relevant ist.

Ein bemerkenswertes Anwendungsfeld sind Systeme zur Satellitenkommunikation und Assistenzsysteme, welche durch die neuen Algorithmen deutlich verbessert werden können. Daneben reicht das Anwendungsspektrum der Algorithmen von der Prognose von Pollenkonzentrationen bis hin zu personalisierten Empfehlungen in der Werbung, für Musik, Filme und Reisen.

Forschungsschwerpunkte und Kooperationen

Im Rahmen der Kooperation arbeitet die Gruppe „Digitale Signalverarbeitung“ (DSP) an der Entwicklung neuartiger Algorithmen für optische Kommunikationssysteme. Diese reichen von der Ideenentwicklung bis hin zur Echtzeitvalidierung in digitalen Schaltungen. Zentrale Aspekte der Expertise beinhalten den Entwurf der Algorithmen in MATLAB© und C++, sowie die Hardwarebeschreibung in VHDL.

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Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung energieeffizienter Lösungen für optische Metronetze und flexibler Transponder in optischen Weitverkehrsnetzen. Die Forschungsgruppe kooperiert eng mit anderen Arbeitsgruppen innerhalb der Abteilung Photonische Netze und Systeme, um die Algorithmen experimentell zu validieren.

Mit dem neuen Doppelabschlussprogramm erfahren Studierende nicht nur eine qualitative Erweiterung ihrer akademischen Ausbildung, sondern werden auch aktiv in die Forschung eingebunden. Dies fördert nicht nur ihre Fachkenntnisse, sondern auch interkulturelle Kompetenzen, die in der globalisierten Welt von heute unerlässlich sind.

Durch diese weitreichende Vernetzung wird die Technische Universität Ilmenau zu einem Zentrum für exzellente Forschung im Bereich der digitalen Signalverarbeitung und stärkt ihre Rolle in der internationalen akademischen Gemeinschaft. Besondere Bedeutung kommt der Kooperation mit der Université de Lorraine zu, die beide Universitäten in der Forschungslandschaft weiter verankern wird.

Mehr über diese Entwicklungen finden Sie auf den Webseiten der TU Ilmenau und Fraunhofer HHI.