Am 14. Juli 2026 wurde ein wichtiger Schritt in der Lungen- und Thoraxmedizin in Niedersachsen gemacht. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Klinikum Region Hannover (KRH) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Gründung des „Niedersächsischen Lungen-Thorax-Centrums Hannover-MHH-KRH“ (LTC) besiegelt. Dieses neue Zentrum hat sich zum Ziel gesetzt, eines der größten und leistungsfähigsten seiner Art in Deutschland zu werden. MHH berichtet, dass damit die Versorgung von Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen in der Region Hannover und darüber hinaus verbessert werden soll.

Dr. Matthias Bracht vom KRH unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit für die Gesundheitsversorgung in der Region. Er betonte, dass durch die Kooperation eine Verbesserung der Versorgungsqualität erreicht werden kann. Auch Prof. Dr. Frank Lammert von der MHH hob die neuartige Qualität der Kooperation hervor. Diese Partnerschaft soll nicht nur die Patientenversorgung optimieren, sondern auch die Ausbildungs- und Forschungsinfrastruktur stärken.

Umfangreiche medizinische Expertise

Das Niedersächsische Lungen-Thorax-Centrum wird als gemeinsames Netzwerk sowohl ambulante als auch stationäre Versorgung integrieren. Dies umfasst die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie klinische Forschung. Die MHH ist bekannt für ihre Expertise in seltenen Lungenerkrankungen und Lungentransplantationen. Gleichzeitig bietet das KRH Klinikum Siloah umfassende Versorgung in den Bereichen pneumologische Onkologie, interventionelle Bronchologie und Beatmungsmedizin.

Durch die Vereinheitlichung der Behandlungsstandards und das standortübergreifende Patientenmanagement wird das LTC dazu beitragen, Wartezeiten zu reduzieren und die Diagnostik sowie Therapie zu optimieren. Die Organisation des Zentrums bleibt partnerschaftlich, ohne dass eine Fusion der Einrichtungen stattfindet. Die klinischen Bereiche verbleiben an ihren jeweiligen Standorten, während eine gemeinsame Leitung und ein Lenkungsgremium für die strategische Steuerung zuständig sind.

Offizieller Arbeitsbeginn

Der offizielle Arbeitsbeginn des Niedersächsischen Lungen-Thorax-Centrums ist am 1. Juli 2026 angesetzt. Mit diesem Schritt zielt man darauf ab, ein international sichtbares Spitzenzentrum für Lungen- und Thoraxmedizin in Hannover zu etablieren. Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und die intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Lehre bedeutende Fortschritte in der Medizin erzielt werden können. MHH hebt hervor, dass die Gründung des Zentrums einen Meilenstein für die Patientenversorgung darstellt und weitreichende positive Auswirkungen auf die gesamte Region haben wird.

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