Am 11. Juli 2026 hat die Forschungsgruppe GArua ihre Arbeit aufgenommen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf das Galápagos-Archipel zu untersuchen. Koordiniert durch die Philipps-Universität Marburg, wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Charles Darwin Foundation sowie der Galápagos National Park Directorate durchgeführt. Die Justus-Liebig-Universität Gießen ist ebenfalls aktiv beteiligt und fokussiert sich auf hydrologische Aspekte des Projekts. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Vorhaben mit rund fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren.

Ein zentrales Element der Forschung ist die Garúa, eine primäre Wasserquelle für die Hochlagen der Galápagos-Inseln. Diese Region ist von entscheidender Bedeutung für die dortige Biodiversität und die Versorgung mit Süßwasser. Die Nebelwälder, die in diesen Hochlagen existieren, sehen sich durch die Herausforderungen des Klimawandels sowie invasive Arten stark bedroht. Das Projekt zielt darauf ab, die Wechselwirkungen zwischen dem Klimawandel, der Garúa und der Biodiversität sowie der Wasserverfügbarkeit zu beleuchten.

Methodik und Experimente

Im Rahmen des Projekts werden Mess- und Beobachtungsflächen eingerichtet, um umfassende Daten zu Pflanzen, Mikroklima, Bodenverhältnissen und dem Wasserhaushalt zu sammeln. Ein spezieller Fokus liegt auf den Wechselwirkungen zwischen der Vegetation und dem Wasserhaushalt in den Garúa-Wäldern, insbesondere auf der Insel Santa Cruz.

Ökologische Experimente sind geplant, die sowohl einheimische als auch invasive Baumarten unter die Lupe nehmen sollen. Die Gießener Forschungsgruppe untersucht konkret, wie viel Wasser die Nebelwälder aus der Garúa gewinnen und auf welche Weise dieses Wasser ins Grundwasser gelangt. Hierzu kommt ein innovatives mobiles „Epiphyten-Lysimeter“ zum Einsatz, das zur Messung von Nebelwasser dient.

Ziele und Partnerschaften

Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung von Strategien zum nachhaltigen Schutz der Galápagos-Nebelwälder sowie zur Sicherung der Süßwasserressourcen. Langfristig soll eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen werden, die das Management und den Schutz der Schutzgebiete auf Galápagos stärkt.

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Die Forschungsgruppe GArua setzt sich aus mehreren namhaften Partnern zusammen, darunter die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Universität Tübingen sowie die Technischen Universitäten Berlin, Dresden und Cottbus-Senftenberg. Darüber hinaus sind zahlreiche Partnereinrichtungen aus Ecuador und anderen Ländern in das Projekt integriert. Diese umfassende Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Herausforderungen des Klimawandels anzupacken und die einzigartigen Ökosysteme der Galápagos-Inseln zu bewahren.