Kochabend für Darmgesundheit: Ernährung als Waffe gegen Krebs!
Am 17. Juli 2026 fand in der Lehrküche des Instituts für Klinische Ernährungsmedizin am TUM Campus Olympiapark ein bemerkenswertes Event statt. Unter dem Titel „Science Snack: Darmkrebsprävention für junge Menschen“ hatten rund 20 Personen die Möglichkeit, gemeinsam zu kochen, zu probieren und über die Rolle der Ernährung in der Darmkrebsprävention zu diskutieren. Laut TUM wurde dabei ein besonderes Augenmerk auf pflanzenbasierte Gerichte gelegt.
Die Teilnehmer bereiteten eine Vielzahl von leckeren und gesunden Speisen zu, darunter Dips und Desserts. Neben traditionell verwendeten Zutaten kam auch eine spannende Kombinierung von Zwiebelschalen, Petersilienstängeln und Gemüseresten zum Einsatz. Der Koch Viet Ha Dietrich Nguyen betonte, dass das gemeinsame Kochen nicht nur die Möglichkeit biete, neue Rezepte zu entdecken, sondern auch eine entspannte Atmosphäre schaffe, in der Gespräche über Darmgesundheit und Prävention stattfinden können.
Wissenschaftliche Einblicke und praktische Tipps
Das Event war nicht nur eine Gelegenheit zum Kochen, sondern auch eine Plattform für interaktive Vorträge über das Mikrobiom und deren Bedeutung für unsere Gesundheit, wie es in einem Bericht auf uni-heute.de beschrieben wird. Ernährungsexperten hoben die Vorteile einer ballaststoffreichen und vegetarischen Ernährung hervor. Eine solche Kost hat positive Auswirkungen auf das Mikrobiom, das eine Schlüsselrolle im Immunsystem sowie bei der Stimmung spielt.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) weist darauf hin, dass etwa 5 % der jährlich rund 56.000 neuen Darmkrebsfälle in Deutschland jüngere Menschen betreffen. Daher wurde bei diesem Kochabend auch auf die Bedeutung präventiver Maßnahmen hingewiesen. Die Teilnehmenden erhielten Empfehlungen zur Minimierung des Darmkrebsrisikos, die eine Reihe von praktischen Tipps umfassten:
- Übergewicht und Bauchfett reduzieren.
- Regelmäßige Bewegung integrieren.
- Ballesstoffreiche Kost pflegen.
- Täglich mindestens 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel konsumieren.
Zusätzlich wurden Warnzeichen für Dickdarmkrebs angesprochen, wie Blut im Stuhl, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und ungeklärter Gewichtsverlust. Bei familiärer Vorbelastung wird empfohlen, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.
Interaktive Elemente und Auszeichnungen
Das Projekt „Science Snack“ wurde nicht nur von den Teilnehmern begeistert aufgenommen, sondern erhielt auch eine Auszeichnung beim Hochschulwettbewerb 2026. Eine besondere Attraktion des Abends war die Einrichtung einer Fermentationsstation für Wasserkefir und fermentiertes Gemüse. Dies unterstrich den Fokus auf die Fermentation und deren positiven Effekte auf die Gesundheit.
Künftig werden regelmäßig kostenfreie Kochabende in der Studienküche am TUM Campus angeboten. Interessierte können sich über die Webseite der TUM oder über Plattformen wie Instagram anmelden, um mehr über Darmgesundheit und Ernährung zu erfahren.
