Kreative Köpfe gefordert: STARTBÜRO Babelsberg sucht Talente für 2023!
Die STARTBÜRO Babelsberg-Initiative, die seit 2015 besteht, entwickelt sich weiter und öffnet 2023 erneut ihre Pforten für kreative Talente. Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hebt die essentielle Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft als Treiber von Innovation und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland hervor, was die Relevanz dieser Fördermaßnahme unterstreicht. Mit einem einjährigen Projektstipendium zielt das STARTBÜRO darauf ab, junge Kreative zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.
Jährlich werden im STARTBÜRO zwei teambasierte Projekte ausgewählt, die von Alumni der Filmuniversität Babelsberg gefördert werden. Kern des Programms ist die Entwicklung, Realisation und Distribution von filmischen und interaktiven Inhalten, die durch ihre Einzigartigkeit hervorstechen. Die Bewerbungsphase richtet sich an Absolventen der Filmuniversität, die 2012 oder später ihren Abschluss gemacht haben. Gewinnerteams erwartet nicht nur ein Arbeitsplatz in der Marlene-Dietrich-Halle auf dem Gelände des Studio Babelsberg, sondern auch eine finanzielle Unterstützung von jeweils 10.000 Euro für ihre Projekte.
Neueröffnung des STARTBÜRO Babelsberg 2023
Für das Jahr 2023 wird das STARTBÜRO Babelsberg erneut aktiv, diesmal in den neuen Räumen des Sammlungsbaus. Hier werden die geförderten Teams von Forschern des Creative Exchange Studios sowie Akteuren des MediaTech Hubs umgeben, was ein kreatives und inspirierendes Umfeld schafft. Zwei Teams werden intensiv ein Jahr lang in ihrer Rolle als Medienschaffende und Unternehmer*innen unterstützt, unter anderem durch Beratung von Mentor*innen und Zugang zu wertvollen Branchen-Kontakten. Neben den physischen Räumlichkeiten steht den Teams ein gemeinsames Budget von insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung, um ihre visionären Projekte zu realisieren.
Das STARTBÜRO Babelsberg fördert sowohl innovative Content- als auch Technologie-Entwicklungen in der Medienproduktion. Zu den diesjährigen geförderten Projekten gehören unter anderem die **VYVYT Innovations GmbH**, die virtuelle 3D Erfahrungs- und Erinnerungsräume im Trauerkontext entwickelt. Die Gründerin, Lilli Berger, hat sich mit ihrem Team zum Ziel gesetzt, Orte zu schaffen, an denen Trauerreden und Erinnerungen, selbst bei physischer Abwesenheit, geteilt werden können, mit einem Prototypen, der im September 2023 kommerziell eingeführt werden soll.
Zudem wurde auch das Projekt **KINDA** gefördert, welches von Lorena Junghans ins Leben gerufen wurde. Es zielt darauf ab, Filmproduktion, Impact Producing und Künstlermanagement zu verbinden, wobei der Fokus auf Diversität und systematischem Wandel in der europäischen Medienindustrie liegt. KINDA sucht das Partner*innenmodell, das den Erfolg des Unternehmens mit dem langfristigen Erfolg der Künstler*innen verknüpft.
Kultur- und Kreativwirtschaft im Aufschwung
Die Kultur- und Kreativwirtschaft, zu der auch die Filmwirtschaft zählt, gilt als eine der wachstumsstärksten Branchen weltweit. Diese Branche kombiniert die Produktion von Wirtschaftsgütern mit der Schaffung von Kulturgut und basiert auf dem kreativen Potenzial von Millionen von Menschen. Im Jahr 2021 waren etwa 1,81 Millionen Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, und die Bruttowertschöpfung dieser Branche betrug beeindruckende 103,7 Milliarden Euro. Damit übertrifft sie sogar andere bedeutende Branchen wie den Maschinenbau oder die Finanzdienstleistungen.
Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien initiierte Kultur- und Kreativwirtschaftsinitiative zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und das Arbeitsplatzpotenzial besser zu nutzen. Im Rahmen dieser Initiativen ist das Kompetenzzentrum des Bundes für Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin entstanden, das sich mit der weiteren Entwicklung und Unterstützung dieser wichtigen Branche beschäftigt.
Die STARTBÜRO Babelsberg-Initiative ist somit ein weiterer Schritt, um die Potenziale kreativer Köpfe auszuschöpfen und die kultur- und kreativen Sektoren in Deutschland zu fördern. Die Resonanz auf bisherige Projekte zeigt den Erfolg und den größten Wunsch, Innovation voranzutreiben und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Für die nächsten Bewerber heißt es nun: Der Weg für kreative Ideen ist geebnet.
Für weitere Informationen über die STARTBÜRO Babelsberg-Programme können Interessierte die Webseiten der Filmuniversität, Gründen in Potsdam und Kulturstaatsministerin besuchen.
