Am 3. Juli 2026 fanden in der Schlossaula der Universität Osnabrück sowie im Rathaus der Stadt feierliche Ehrungen für 52 neue Doktorinnen und Doktoren statt. Diese Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Andrea Lenschow, der Universitätsvizepräsidentin, eröffnet. In ihrer Ansprache würdigte sie die herausragende Leistung der Promovierten und betonte, wie bedeutsam es ist, sich über einen langen Zeitraum einem wissenschaftlichen Thema zu widmen und dieses erfolgreich abzuschließen. Die Promotion, die hier gefeiert wurde, ist die Verleihung des akademischen Grades eines Doktors in einem bestimmten Studienfach, wie Wikipedia erläutert.

Eine der Promovierten, Dr. Hannah Quittkat, sprach in ihrer emotionalen Rede über die Herausforderungen, die ihre Promotion mit sich brachte. Diese waren nicht nur fachlicher, sondern auch äußeren Umständen geschuldet, die durch die pandemiebedingten Veränderungen geprägt waren. Sie dankte ihrer Doktormutter, Prof. Dr. Silja Vocks, für die Unterstützung in beruflichen Krisen. Quittkat erinnerte daran, dass ihre Promotion zudem inmitten der Etablierung eines neuen Psychotherapiemasters realisiert wurde.

Symbolische Ehrung und Dankesworte

Im Rahmen der Zeremonie erhielten die frischgebackenen Doktoranden einen akademischen Schal aus roter Seide auf schwarzer Baumwolle, der von Studierenden des Studiengangs Textiles Gestalten entworfen wurde. Die Herstellung erfolgt in regionaler Handarbeit auf einem historischen Jacquardwebstuhl. Lenschow erklärte die Symbolik des Schals, der sowohl das Logo der Universität als auch die Silhouette des Schlosses zeigt. Dieser Schal soll die Verbundenheit der Promovierten mit ihrer Alma Mater repräsentieren.

Nach dem Festakt in der Schlossaula fand ein gemeinsames Foto der Promovierten mit der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter am Rathaus statt. Pötter hob die besondere Beziehung zwischen der Stadt Osnabrück und den Studierenden sowie Wissenschaftlern hervor. Sie lud die Anwesenden zu einem Sektempfang sowie zum Eintrag in das Promotionsbuch der Stadt ein.

Die Bedeutung der Promotion in Deutschland

Die Promotion gilt als Nachweis der Befähigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit und erfolgt durch die Erstellung einer Dissertation sowie einer mündlichen Prüfung, die als Rigorosum, Disputation oder Kolloquium bezeichnet wird. In Deutschland besitzen Universitäten und gleichgestellte Hochschulen das Promotionsrecht, und die Promotionsquote liegt derzeit bei etwa 20% der Master-Abschlüsse, wie HRK feststellt. Im Jahr 2022 wurden an Hochschulen in Deutschland insgesamt 27.692 Doktorandinnen und Doktoranden promoviert.

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Die Promotion ist zudem nicht mehr Teil des regulären Studiums, sondern stellt die erste eigenständige wissenschaftliche Arbeit dar. Die während der Promotion erworbenen Fähigkeiten qualifizieren die Absolventen für vielfältige Tätigkeiten in der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der forschenden Industrie. Somit zeigt die hohe Anzahl der Promotionen, dass Hochschulen nicht primär für eine akademische Laufbahn qualifizieren, sondern vielfältige Karrierewege eröffnen.

Eine aktuelle Publikation der HRK bietet zudem einen Überblick über die Promotionen von Absolventen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und kooperative Promotionsverfahren und liefert damit wichtige Informationen für zukünftige Doktoranden.